Zwischen Bohlsen und Hansen

Sanierung der B 71 wird teurer: Untergrund nicht mehr tragfähig

Zwischen Bohlsen und dem Ortseingang Uelzen ist die neue Fahrbahndecke bereits in weiten Teilen hergestellt. Bis Ende November dauert das Projekt, das nun teurer wird.
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Zwischen Bohlsen und dem Ortseingang Uelzen ist die neue Fahrbahndecke bereits in weiten Teilen hergestellt. Bis Ende November dauert das Projekt, das nun teurer wird.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
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Der Zeitplan für die Fahrbahnsanierung der B71 zwischen Bohlsen und Uelzen wird zwar voraussichtlich auch weiterhin eingehalten, nicht aber der Kostenrahmen: Weil der alte Untergrund abschnittsweise nicht mehr tragfähig war, musste eine neue Schottertragschicht eingebaut werden – und die kostet.

Uelzen/Bohlsen – Die Fahrbahnsanierung der B 71 zwischen Bohlsen und der Hansestadt Uelzen, die am 23. August begonnen hatte, wird definitiv teurer als ursprünglich geplant. Das hat Karin Dittmar, Sachgebietsleiterin Straßenbau bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Lüneburg, jetzt auf AZ-Anfrage bestätigt.

Für das Gesamtprojekt B 71, das zusätzlich einen Abschnitt zwischen der Kreisgrenze Heidekreis und der Kreuzung B71/ L250/K33 bei Lintzel umfasste, waren Gesamtkosten von rund 3,7 Millionen Euro veranschlagt gewesen, die der Bund trägt. Dabei wird es nicht bleiben.

Mehrkosten werden aktuell ermittelt

Der Grund: „Nach dem Fräsen in der Ortsdurchfahrt Hansen wurde im Untergrund nicht tragfähiges Material angetroffen. Deswegen wurde am 28. August die Entscheidung getroffen, dass dieses aus- und eine neue Schottertragschicht einzubauen ist. Auf der freien Strecke zwischen Bohlsen und Hansen wurde diese Entscheidung am 21. September getroffen, auch dort wurde nach dem Fräsen im Untergrund nicht tragfähiges Material festgestellt, welches ausgebaut und durch eine Schottertragschicht ersetzt werden musste“, so Karin Dittmar.

Die vertraglich vereinbarte und im Juli veröffentlichte Bauzeit bis Ende November könne aber eingehalten werden. „Die Mehrkosten werden derzeit von uns ermittelt und können noch nicht abschließend beziffert werden“, betonte Dittmar ohne Details dazu zu nennen, wie die offensichtlich vorliegende Fehleinschätzung des Untergrundes zu erklären ist.

Teer muss entsorgt werden

Nach AZ-Informationen könnte das daran gelegen haben, dass im Vorfeld der Arbeiten Bohrkerne ausschließlich am Fahrbahnrand genommen worden waren. Bei dem nicht tragfähigen Material soll es sich um Teer gehandelt haben, der nicht nur ersetzt, sondern zusätzlich entsorgt werden musste.

Zwischen Bohlsen (ab Einmündung Ringstraße östlich der Gerdaubrücke) und Ortseingang Uelzen (Kreuzung Soltauer Straße/Kirchstraße/Von-Estorff-Straße) ist die neue Fahrbahndecke zu weiten Teilen hergestellt. Der letzte Bauabschnitt erstreckt sich von besagter Kreuzung bis zur Celler Straße.

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