Hochzeitspaar ist vom Ambiente des neuen Trauraums im Suhlendorfer Museum begeistert

Zwischen Fachwerk und Feuerspritze

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Doris und Stefan Stresing aus Wellendorf, hier mit ihren Trauzeugen und Eltern, haben gestern als erstes Paar im neuen Trauraum des Suhlendorfer Handwerksmuseums geheiratet – inmitten von Fachwerkbalken und einer historischen Feuerwehrspritze.

Suhlender. Ein imposanter eiserner Leuchter an der Decke, ein historischer Spritzenwagen der Feuerwehr, metallene Innungsschilder, alte Werkzeuge und robuste Fachwerkbalken:

Das aus dem Jahr 1879 stammende Handwer-kerhauses auf dem Gelände des Suhlendorfer Handwerksmuseums bietet Besuchern eine eindrucksvolle Reise in die Vergangenheit. In diesem Ambiente haben gestern Vormittag Stefan und Doris Stresing, geborene Lange, aus Wellendorf geheiratet. Es war die erste standesamtliche Eheschließung in diesem von der Samtgemeinde Rosche neu gewidmeten Trauraum.

Und so schweift der Blick des Brautpaares und der etwa zwei Dutzend Hochzeitsgäste beim Betreten des Handwer-kerhauses erst einmal fasziniert umher. „Wir hatten uns im Vorfeld umgeschaut, ob es einen Ort für unsere Eheschließung außerhalb des Standesamtes gibt“, erzählt Stefan Stresing. Als seine zukünftige Frau und er erfuhren, dass die Samtgemeinde diesen neuen Service anbietet, meldete sich das Paar spontan im Roscher Rathaus. „Es ist immer schöner, wenn die Kulisse nicht das Standesamt ist. Das wirkt so behördlich“, meint der 25 Jahre alte Bräutigam, der als Beamter arbeitet. Sein Urteil über das Handwerkerhaus: „Es ist einfach traumhaft hier.“

Seine Ehefrau, in ein weißes Kleid mit Schleier gekleidet, schwärmt ebenfalls von der urigen Atmosphäre. „Das Haus ist nicht so piekfein, sondern rustikal. Das hat seinen Charme“, erklärt die 32-jährige Braut, von Beruf Laborantin, mit Blick auf die vielen historischen Ausstellungsstücke. Damit das Handwerks-Flair auch richtig zur Geltung kommt, hat das Paar bewusst auf Blumenschmuck im Trauraum verzichtet.

Auch für Standesbeamtin Sandra Niebel ist die gestrige Hochzeit ein besonderer Moment – nicht nur weil es die erste an diesem Ort war. „Das Handwerk passt zu uns als Samtgemeinde. Wir freuen uns, dass das Museum diesen Raum für Trauungen zur Verfügung stellt“, sagt sie.

Rundum zufrieden ist auch Christian Niemann, Vorsitzender der Museumsvereins Suhlendorf: Der neue Trauraum steigere die Attraktivität und den Bekanntheitsgrad des Handwerksmuseums.

Von Bernd Schossadowski

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