Samtgemeinderat beschließt Aufstockung zum August

Zusätzliche Plätze für Krippenkinder in Rosche und Suhlendorf

Im Kindergarten in Suhlendorf wird eine zusätzliche Zehner-Gruppe eingerichtet. In diese können Krippenkinder wechseln, sodass in der Krippe Plätze frei werden. In Rosche ist zudem ein Anbau geplant.
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Im Kindergarten in Suhlendorf wird eine zusätzliche Zehner-Gruppe eingerichtet. In diese können Krippenkinder wechseln, sodass in der Krippe Plätze frei werden. In Rosche ist zudem ein Anbau geplant.

Rosche/Suhlendorf – Die Nachfrage nach Krippenplätzen in der Samtgemeinde Rosche ist unverändert hoch. Deshalb hat der Samtgemeinderat jetzt einstimmig beschlossen, zum 1. August zusätzliche Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder anzubieten.

Akuter Bedarf besteht in der Roscher Krippe. Dort gibt es Plätze für 15 Kinder, doch zum kommenden Kita-Jahr liegen deutlich mehr Anmeldungen vor.

Daher strebt die Samtgemeinde zusammen mit dem CJD Göddenstedt eine Zwischenlösung an. „Wir müssen auf eine Großtagespflege oder Tagesmütter-Betreuung ausweichen“, teilte Vize-Verwaltungschef Rolf Musik dem Rat mit. Das CJD werde jetzt prüfen, wie die Kinder, die zum 1. August keinen Krippenplatz bekommen, vorübergehend in angemieteten Räumen betreut werden können. Das erfolge in Absprache mit der Landesschulbehörde. „Wir wollen durch externe Betreuungsmöglichkeiten sicherstellen, dass wir keine Kinder abweisen müssen“, sagte Musik.

Mittelfristig plant die Samtgemeinde jedoch, an die bestehende Krippe in Rosche einen weiteren Gruppenraum mit 15 Plätzen anzubauen. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, dafür den Auftrag zu vergeben. Zudem werden entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt. Das Ziel ist, den Erweiterungsbau zum 1. August 2021 in Betrieb zu nehmen.

Eine kurzfristige Lösung ist unterdessen in Suhlendorf in Sicht. Dort wird der wachsende Bedarf an Betreuungsplätzen aufgefangen, indem zum 1. August eine zusätzliche Zehnergruppe im CJD-Kindergarten eingerichtet wird. Dafür kann ein kleiner Gruppenraum genutzt werden, erläuterte Musik. Der Vorteil: Bei einem Wechsel von Krippenkindern in den Suhlendorfer Kindergarten können die frei werdenden Plätze in der Krippe schrittweise neu besetzt werden. Ein Anbau an das bestehende Gebäude ist somit nicht erforderlich.

Im Samtgemeinderat stießen die Krippenpläne für beide Orte auf ein positives Echo. „Wir haben einen einvernehmlichen Weg gefunden, sodass wir den Bedarf der Eltern und Kinder decken können“, freute sich Suhlendorfs Bürgermeister Hans-Heinrich Weichsel (CDU). Wenn in Rosche noch ein neuer Gruppenraum für Krippenkinder entstünde, „werden wir gut aufgestellt sein“, meinte er. „Jetzt hoffen wir, dass wir den Anbau möglichst schnell fertigstellen.“

Der Bedarf an Krippenplätzen werde immer größer, denn die Geburtenzahlen in der Samtgemeinde seien seit 2018 deutlich gestiegen, sagte SPD-Fraktionschef Jürgen Peter Hallier. „Es ist ganz offensichtlich, dass wir hier tätig werden müssen.“ Trotz der zu erwartenden hohen Kosten sei der geplante Anbau in Rosche sehr wichtig. „Das ist Zukunftssicherung“, betonte Hallier.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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