Bis zu 23 zusätzliche Grundstücke

Rat beschließt neues Baugebiet südlich der Bundesstraße 493 in Rosche

Auf dieser Fläche zwischen der B 493 und dem bestehenden Baugebiet „Spitzer Berg“ in Rosche will die Gemeinde zusätzliches Bauland ausweisen. Der Rat stimmte diesem Vorhaben jetzt geschlossen zu.
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Auf dieser Fläche zwischen der B 493 und dem bestehenden Baugebiet „Spitzer Berg“ in Rosche will die Gemeinde zusätzliches Bauland ausweisen. Der Rat stimmte diesem Vorhaben jetzt geschlossen zu.

Rosche – Die Gemeinde Rosche investiert in ihre Zukunft. Dazu sollen auf einer Fläche zwischen dem bestehenden Baugebiet „Spitzer Berg“ und der Bundesstraße 493 etwa 2,4 Hektar neues Bauland ausgewiesen werden.

Laut Gemeindedirektor Rolf Musik könnten dort 20 bis 23 Wohnhäuser errichtet werden. Einstimmig, bei einer Enthaltung, hat der Rat jetzt grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

„Es steht in Rosche kein Bauland mehr zur Verfügung“, sagte Musik in der Ratssitzung. Zwar sei das seit 1995 bestehende Gebiet „Spitzer Berg“ noch nicht vollständig bebaut, doch sämtliche Grundstücke seien dort bereits verkauft. Die Fläche, die die Gemeinde jetzt als zusätzliches Bauland ausweisen möchte, gehört der Roscher Kirchengemeinde. Diese habe schon Verkaufsbereitschaft signalisiert, erklärte Musik. Der Kaufpreis stehe aber noch nicht fest.

Auf Beschluss des Rates soll die Gemeinde das Flurstück „Kirchkamp“ zum Preis von maximal 15 Euro pro Quadratmeter erwerben, teilte Musik mit. Einschließlich der Notar- und Gerichtskosten werde sich der Gesamtpreis auf rund 390 000 Euro belaufen. Die Mittel werden in den Haushalt 2021 eingestellt. Sollte der Kaufpreis letztlich aber höher ausfallen, müsse der Rat noch einmal darüber diskutieren, sagte Musik.

„Das ist die einzige Fläche, die infrage kommt“, erklärte er. Der Vorteil sei, dass der „Kirchkamp“ im Flächennutzungsplan der Samtgemeinde bereits für die Wohnbebauung ausgewiesen sei.

Im Rat stieß das geplante Baugebiet auf breite Zustimmung. „Das ist eine Investition, die uns allen guttut“, meinte Cord Schulze (CDU). Er ist überzeugt, dass die Vermarktung des „Kirchkamps“ deutlich schneller verlaufen wird, als das im Gebiet „Spitzer Berg“ der Fall gewesen ist. „Wir möchten es jedem möglich machen, sich ein Eigenheim zu leisten“, betonte Schulze. Ganz sicher werde die Gemeinde die Grundstücke nicht versteigern, wie das in anderen Kommunen geplant sei. Das Ziel sei, vielen jungen Familien den Traum vom Eigenheim zu erfüllen.

Auch Andreas Burmester (SPD) begrüßte die Bauland-Ausweisung. „Mit dieser Großinvestition schaffen wir Werte. Wir machen etwas Gutes für Rosche“, sagte er.

Anja Meyer (Grüne) stimmte der Investition ebenfalls zu. Zugleich appellierte sie an den Rat, bei der Bebauung auf Nachhaltigkeit zu achten. Ihrer Meinung nach müssten Steingärten im „Kirchkamp“ per Satzung verboten werden, energieeffizientes Bauen müsse im Vordergrund stehen. „Wir sollten in dem neuen Baugebiet für Klima, Kinder und Enkel einen vernünftigen Grundstock legen“, bekräftigte Meyer.

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