Wohin mit der Krippe?

Auf dem Spielplatzgelände gegenüber des Roscher CJD-Kindergartens wird die neue Krippe gebaut. Der Bolzplatz soll auf jeden Fall erhalten bleiben.

Rosche - Von Jörn Nolting. Es glich einem Puzzlespiel, was die Mitglieder des Jugend- und Kindergartenausschusses der Gemeinde Rosche am Montagabend vor sich liegen hatten. Mittelpunkt des Puzzles war das neue Krippengebäude und die Suche nach einem passenden Standort.

Auch ein möglicher Anbau für die Zukunft musste bereits berücksichtigt werden. Deshalb musste dieser in einem Bebauungsplan auch Platz finden. Joachim Göbel vom CJD-Kindergarten Rosche stellte den Ausschussmitgliedern unterschiedliche Varianten dar. Die Krippe, so Göbel, könnte ein Fertighaus werden und präsentierte den Politikern ein Beispiel. 165 Quadratmeter groß wäre das Gebäude. Es befinden sich Büro, Ruhe- und Gruppenraum, sanitäre Einrichtungen, eine große Gaderobe und eine Küche in dem Haus. „Wir haben die Firma gebeten, gleich eine Anbauoption zu planen“, erläuterte Göbel. Durch eine überdachte Fläche entsteht dann ein Verbindungsraum.

Die erste Idee war es, das neue Krippengebäude auf dem Grundstück des Roscher Kindergartens zu errichten. Mit einer sinnvollen Abgrenzung zum Kindergarten blieben jedoch nur noch 480 Quadratmeter an Spielfläche für die Kindergartenkinder. „Dann wäre ja der ganze Tobebereich weg“, bemerkte Michael Widdecke (CDU). Auch das Einhalten der Ruhezeiten für die Krippenkinder könnte problematisch werden. Deshalb folgte der zweite Vorschlag von Joachim Göbel: „Das Kindergartengelände bleibt wie es ist und die Krippe wird auf dem Spielplatz gegenüber errichtet.“ Um auf Nummer sicher zu gehen, wird auch gleich ein möglicher Anbau geplant. Das heißt, falls der Bedarf gegeben ist, dann kann gebaut werden.

Die beiden Gebäude könnten L- oder I-förmig gebaut werden. Besonders Dieter Guhl (CDU) legte jedoch vor allem Wert darauf, dass der Bolzplatz bestehen bleibt. Also begann das Puzzlespiel erneut. Die beiden Gebäude wurden in mehreren Varianten auf dem Gelände verteilt, damit möglichst eine große Fläche für den Bolzplatz bleibt. Auch die Überlegung, eine andere Fläche für den Bolzplatz zu finden, wurde schnell verworfen. Gemeindedirektor Rolf Musik warf ein, dass die Krippe möglichst in der Nähe des Kindergartens entstehen soll, allein schon, weil die Leitung sich überschneidet.

Der Ausschussvorsitzende Marc Westedt (SPD) wollte am Ende der Diskussion möglichst, dass sich der Ausschuss auf ein Modell einigt. „Heute wird nur darüber gesprochen“, belehrte ihn Rolf Musik. Der Roscher Samtgemeinderat stimmt letztendlich über die Variante ab.

Stehen soll der erste Teil der Krippe im nächsten Jahr rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr im August. Einen Termin für den möglichen Krippen-Anbau gibt es noch nicht.

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