„Es ist gut angelegtes Geld“

Wirtschaftsminister Althusmann lobt Erweiterung der Roscher Firma Bauck

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Ein feierlicher Moment: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (rechts) überreicht den Förderbescheid über vier Millionen Euro an Firmenchef Jan-Peter Bauck. Es freut sich Landrat Heiko Blume. 

Rosche – Der Wirtschaftsminister zeigte sich gut gelaunt. „Es war zwar nur ein kurzer Besuch, aber teuer“, scherzte Bernd Althusmann zum Abschluss seiner rund 45-minütigen Stippvisite bei der Firma Bauck in Rosche.

Dort überreichte er jetzt einen Förderbescheid der NBank in Höhe von vier Millionen Euro an Jan-Peter Bauck, den Geschäftsführer des Naturkostherstellers (AZ berichtete).

Dabei stellte Althusmann klar: „Es ist gut angelegtes Geld.“ Denn der Zuschuss – er besteht aus EU-, Bundes- und Landesmitteln – ist ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung einer Großinvestition. Die Firma Bauck baut auf ihrem Gelände derzeit für rund 23 Millionen Euro eine moderne Schäl- und Feinmühle für glutenfreie Produkte. Die Arbeiten haben im Frühjahr begonnen, bis Februar 2020 sollen die Gebäude stehen, kündigte Projektverantwortlicher Jan Gausepohl an. Verläuft alles nach Plan, könne die Produktion im August nächsten Jahres starten.

„Dann verfügt das Unternehmen über die einzige Produktionsstätte in Europa, die ausschließlich glutenfreie Bio-Lebensmittel herstellt“, erklärte Althusmann anerkennend. Diese Investition sei nicht nur für den Kreis Uelzen, sondern auch für Niedersachsen ein Glücksfall. Im Zuge der Erweiterung sollen in den kommenden fünf Jahren 40 neue Dauerarbeitsplätze bei der Firma Bauck geschaffen werden, darunter sechs Ausbildungsplätze. Mit Inbetriebnahme der Mühle werden zunächst zehn zusätzliche Jobs in der Produktion entstehen, blickte Gausepohl voraus. Aktuell zählt das Unternehmen zwischen 180 und 190 Mitarbeiter.

Althusmann lobte den Naturkosthersteller auch für dessen „vorbildliche Nachhaltigkeitsstrategie“. Denn durch die Produktion glutenfreier Lebensmittel am Standort Rosche falle die Anlieferung per Lkw weg. Das spare große Menge Diesel und sei ein Beitrag zum Klimaschutz.

Auch Landrat Heiko Blume begrüßte die Erweiterung des Unternehmens. „Das freut mich total. Das ist der Lohn für die Beharrlichkeit und die Arbeit der letzten Jahre“, sagte er. Firmenchef Jan-Peter Bauck nahm den Förderbescheid dankend entgegen. Er sieht die Bio-Branche vor einer erfolgreichen Zukunft. Die Nachfrage nach diesen Produkten steige stetig. „In zehn bis 20 Jahren werden wir nicht mehr von der Nische Bio sprechen, sondern von der Normalität“, ist Bauck überzeugt. Zudem sei die Bio-Landwirtschaft wesentlich klimafreundlicher als die konventionelle.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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