Arbeitskreis Schule Wirtschaft: Lehrer informieren sich bei der Bauck-Mühle in Rosche

„Wir wollen Netzwerke schaffen“

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Markus Stahl (rechts) führt die Delegation von rund 30 Lehrern durch den Betrieb in Rosche. Er wirbt für eine Ausbildung in dem Lebensmittel verarbeitenden Betrieb.

no Rosche. Markus Stahl und Kerstin Gasper vom Bauckhof in Rosche freuen sich über den ungewöhnlichen Besuch: Rund 30 Lehrer von allgemein- und berufsbildenden Schulen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg sind gekommen, um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten in dem Betrieb zu informieren.

Die Bauck GmbH & Co. KG vermarktet Getreideerzeugnisse vorrangig aus der Demeter-Produktion und hat sich insbesondere auf dem Markt der Backmischungen deutschlandweit einen Namen gemacht. Zum Gespräch eingeladen hat der Arbeitskreis Schule Wirtschaft des Arbeitgeberverbandes Nordostniedersachen. „Wir wollen Netzwerke schaffen“, sagt Renate Peters, Bereichsleiterin für Bildung und verantwortlich für den Arbeitskreis beim Arbeitgeberverband. Zusammen mit Arbeitskreisleiter Marc Glüsen organisiert sie mehrere Veranstaltungen im Jahr, an denen Lehrer und Unternehmer zu einem Austausch aufeinander treffen. In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine konkrete Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft wichtiger geworden, meint Peters und weiß: „Die Betriebe bemühen sich stark, alle Schüler, auch die auf den ersten Blick schwächer wirkende, zu erreichen.“ Denn es habe sich schon oft gezeigt, dass sich manch ein Schüler mit nicht so guten Zeugnisnoten in der Praxis bestens anstelle.

Das Ziel, dass alle Teilnehmer gemeinsam haben, ist die Förderung der Ausbildungs- und Studierfähigkeit der Schulabgänger. Denn es zeigt sich nicht nur auf den Berufsmessen, dass eine Vielzahl der Jugendlichen orientierungslos ist, wenn es um die Wahl der Ausbildung geht. „Daher ist es so wichtig, dass sich die Lehrer als Multiplikatoren in den regionalen Unternehmen informieren“, stellt Marc Glüsen fest.

Bei der Unternehmenspräsentation und dem Rundgang in Rosche konnten die Lehrer die Arbeitsabläufe der angehenden Lageristen, Müller und Anlagenführer sowie Industriekaufleute begutachten. „Für den Beruf des agrarwirtschaftlich-technischen Assistenten suchen wir noch Bewerber“, sagt Kerstin Gasper.

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