Weitere 1.000 Euro als Zuschuss

Gemeinderat beschließt Förderung für den TSV Lüder

Der TSV Lüder erhält für seine neue Regenmaschine auf dem Sportplatz weitere Zuschüsse von der Gemeinde. 
+
Der TSV Lüder erhält für seine neue Regenmaschine auf dem Sportplatz weitere Zuschüsse von der Gemeinde. 

Lüder – Soll der TSV Lüder für seine neue Sportplatz-Regenmaschine weitere Zuschüsse von der Gemeinde Lüder bekommen? Darüber gab es jetzt eine kontroverse Diskussion im Rat. Bislang hat der Verein 1.500 Euro für die bereits beschaffte Regenmaschine erhalten.

Deren Gesamtkosten betrugen rund 3.700 Euro. Nun hat der TSV die Gemeinde nachträglich um Erstattung der restlichen 2.200 Euro gebeten. Doch im aktuellen Etat von Lüder ist dafür kein Geld vorgesehen.

Der Antrag stieß im Rat auf ein geteiltes Echo. CDU-Fraktionschef Thomas Lampe kritisierte, der TSV Lüder habe während der Ratssitzung im August, in der der 1.500-Euro-Zuschuss beschlossen wurde, mit keiner Silbe erwähnt, dass er weiteres Geld benötige. Erst einige Tage später sei der zweite Förderantrag eingegangen. „Es ist nicht fair, im Nachgang zu sagen, dass die Gemeinde 100 Prozent zahlen soll“, sagte Lampe. „So kann es nicht laufen“, erklärte auch Tankmar Sauer (WGA). Seiner Meinung nach hätte der TSV vor der Anschaffung der Regenmaschine die Finanzierung sicherstellen müssen.

Vereinsvorsitzender Benjamin Schröter warb in der Ratssitzung um Verständnis. Die alte Beregnungsanlage sei nicht mehr zeitgemäß gewesen, sagte er. Aufgrund der hohen Kosten für die Neuanschaffung müsste der TSV im kommenden Jahr an Ausrüstung für seine Sportler sparen. Eine Förderung durch den Landessportbund oder Stiftungen für die Regenmaschine sei nicht möglich.

Mienold Eilers, der die SPD im Rat vertritt und zugleich Vorsitzender der Schützengilde ist, schlug einen Kompromiss vor: Im Haushalt seien noch 1.000 Euro für Ersatzpflanzungen von Eichen im örtlichen Schützenwald vorgesehen. Die Schützengilde wolle 2019 darauf verzichten und das Geld im nächsten Jahr durch Sponsoren auftreiben. Somit könnte die Gemeinde die 1.000 Euro dem TSV zur Verfügung stellen.

Mit sieben zu vier Stimmen beschloss der Rat die Umbuchung dieser Mittel zugunsten des Vereins. Der Antrag von Madushani Monard (Grüne), dem TSV auch die noch fehlenden 1.200 Euro zu zahlen, wurde aber mit großer Mehrheit abgelehnt.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare