Zahlreiche vorbereitende Arbeiten

Vorfreude im Handwerksmuseum Suhlendorf auf Saisonstart am 30. Mai

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Freuen sich über die neue Fahrrad-Reparaturstation am Handwerksmuseum (von rechts): Christian Niemann und Tiedeke Heilmann vom Museumsverein, Museumsentwickler Christian Kohfeldt und Verwaltungschef Michael Widdecke.

Suhlendorf – Sie erstrahlt in leuchtendem Magenta und ist somit unübersehbar: die neue Fahrrad-Reparaturstation vor dem Haupteingang des Suhlendorfer Handwerksmuseums.

Sie wurde von der Samtgemeinde Rosche finanziert und bietet unter anderem eine Luftpumpe für die Reifen sowie diverse Werkzeuge, um die Räder wieder flott zu machen. Die Station ist aber nicht die einzige Neuerung im Museum. Während der Winterpause gab es allerlei Arbeiten auf dem Gelände und in den Gebäuden.

„Wenn alles nach Plan verläuft, beginnt unsere neue Saison am Pfingstsonnabend, 30. Mai“, blickt Christian Niemann, Vorsitzender des Museumsvereins, voraus. Von 10 bis 17 Uhr öffnet das Handwerksmuseum dann seine Pforten. „Eigentlich wollten wir am 28. März mit einem Schlachtefest starten. Doch Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erläutert Niemann.

Untätig war der Verein in der Zwischenzeit aber nicht. Unter anderem wurden Büsche und Sträucher auf dem Gelände entfernt und vom Bauhof der Samtgemeinde geschreddert. Auch wurde die Fläche hinter der Behindertentoilette auf ein neues Höhenniveau gebracht.

Am Eingang der Handwerkerscheune haben die Ehrenamtlichen eine Schwelle eingesetzt, damit das Regenwasser nicht mehr ins Gebäude fließt. Die dortigen Gullys sind nämlich zu klein und nehmen nicht alle Niederschläge auf. Zudem wurde in mehreren Gebäuden aufgeräumt. „Die waren zum Teil überladen“, erklärt Niemann. So wurde zum Beispiel Material aus der Schmiede und der Tischlerwerkstatt entfernt.

Unterdessen hat der Verein den Museumsentwickler Christian Kohfeldt aus Oldenburg engagiert. „Wir wollen eine bessere Erklärung der einzelnen Werkstätten für die Besucher erreichen“, skizziert Niemann eine der Aufgaben Kohfeldts. Dazu sollen Infotafeln errichtet werden, die die Exponate in knapper Form erläutern. Geplant ist auch, in den Werkstätten Kommoden mit Schubladen aufzustellen, in denen nach Handwerksgegenständen gestöbert werden kann.

Außerdem sollen mehr Aktionen für Kinder angeboten werden. Dazu wird ein „Entdeckerheft“ mit Wissensaufgaben und Infos für die jungen Besucher entwickelt. Hinzu kommt, dass zwischen dem Nestauer Speicher und der Schmiede ein neues Gebäude für die Töpferwerkstatt im Fachwerkstil errichtet werden soll. Die Gesamtinvestition des Vereins auf dem Museumsgelände beträgt etwa 40 000 Euro. Davon übernimmt der Lüneburgische Landschaftsverband laut Niemann rund 17 000 Euro.

In Kürze steht übrigens noch eine besondere Feier im Museum an: Am 6. Juni findet die nächste Trauung in der Handwerkerscheune statt.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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