Von der Seilbahn bis zum Fitnesspfad

Suhlendorf plant Mehrgenerationenplatz und Trimmdich-Parcours

Ein Fitnessparcours, hier ein Symbolbild, soll im Wald in der Nähe des Suhlendorfer Handwerksmuseums errichtet werden. Außerdem ist ein Mehrgenerationenplatz geplant. Beides sind Projekte der Dorferneuerung.
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Ein Fitnessparcours, hier ein Symbolbild, soll im Wald in der Nähe des Suhlendorfer Handwerksmuseums errichtet werden. Außerdem ist ein Mehrgenerationenplatz geplant. Beides sind Projekte der Dorferneuerung.
  • Bernd Schossadowski
    vonBernd Schossadowski
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Sie thront auf einer Anhöhe und ist schon von weitem sichtbar: die historische Windmühle „Auguste“ im Suhlendorfer Handwerksmuseum.

Suhlendorf – Künftig wird das hölzerne Wahrzeichen noch mehr Blicke auf sich ziehen, denn nur wenige Meter von „Auguste“ entfernt – zwischen dem Museumsgelände und dem Spielplatz am Mühlenweg – plant die Gemeinde als Dorferneuerungsprojekt einen Mehrgenerationenplatz. Ergänzt werden soll dieser durch einen Fit-nessparcours in einem benachbarten Waldstück.

Rund 224 000 Euro wurden dafür auf Beschluss des Suhlendorfer Gemeinderates in den Haushalt 2021 eingestellt. „Wir haben beim Amt für regionale Landesentwicklung bereits Fördermittel beantragt“, verrät Bürgermeister Hans-Heinrich Weichsel (CDU) im AZ-Gespräch. Sollten diese bewilligt werden, könnten bis zu 73 Prozent der Kosten aus Landesmitteln finanziert werden.

Die für den Mehrgenerationenplatz ins Auge gefasste Fläche gehört der Gemeinde Suhlendorf. In deren Auftrag hat ein Büro für Landschaftsarchitektur aus Suderburg einen Vorentwurf erarbeitet. Das Konzept umfasst diverse Spielgeräte, darunter eine Kletterlandschaft, eine Seilbahn, eine rotierende Balancierscheibe, Wippelemente, ein Spielhaus, eine Rodelbahn, einen Ruder-Trainer und eine Partnerschaukel.

Auf dieser Fläche unterhalb des Handwerksmuseums soll der Mehrgenerationenplatz entstehen.

Wer es etwas ruhiger angehen möchte, der findet auf der Anlage mehrere Sitzbänke, -steine und -plattformen, eine Holzterrasse, einen Pavillon, Obst- und Wildblumenwiesen sowie eine Baumallee. Der bestehende Spielplatz unterhalb des Museumsgeländes soll hingegen abgebaut werden.

„Wir wollen einen zentralen Treffpunkt für alle Generationen schaffen. Großeltern, Eltern und ihre Kinder sollen da gerne hingehen“, erläutert Weichsel. Bewusst seien viele verschiedene Angebote zum Spielen und Entspannen vorgesehen, denn der Platz solle attraktiv sein, damit er auch angenommen werde. „Das muss schon ein ,Eyecatcher‘ sein“, betont der Bürgermeister. „Wenn ich da nur ein oder zwei Spielgeräte aufstelle, kommt keiner. So etwas haben die meisten Leute ja in ihrem eigenen Garten stehen.“

Abgerundet wird das Projekt durch einen Fitnessparcours mit sieben Stationen. Sie sollen entlang des Weges, der vom Haupteingang des Handwerksmuseums durch den angrenzenden Wald führt, errichtet werden. Der Vorentwurf enthält verschiedene Holzelemente, an denen Rumpf, Beine und Arme, aber auch die Beweglichkeit des gesamten Körpers trainiert werden können.

Weichsel hofft, dass das Amt für regionale Landesentwicklung im Frühjahr über den Förderantrag der Gemeinde entscheiden wird. „Meistens kommt der Zuwendungsbescheid Anfang Mai“, schildert er. Sollte alles nach Plan verlaufen, könnten die Arbeiten für den neuen Platz und den Parcours schon im Sommer beginnen.

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