Gemeinde Rosche erneuert Spielplatz an der Krippe / 100 000 Euro Überschuss im Haushalt

Treffen der Generationen

Der Spiel- und Bolzplatz neben der Krippe in Rosche-Prielip soll zu einem Platz für alle Generationen werden. Die Arbeiten beginnen im April. Foto: Ph. Schulze

Rosche. Eine Boulebahn und eine Wippe, ein Niedrigseilgarten und eine Chillzone, wie es neudeutsch heißt, das erwartet die Einwohner von Rosche auf ihrem Mehrgenerationen-Spielplatz neben der Krippe.

„Es soll ein Anlaufpunkt für alle Generationen werden“, hofft Bürgermeister Michael Widdecke. Und auch Gemeindedirektor Rolf Musik wünscht sich, dass sich dort künftig alle Generationen treffen und es nicht nur „ein einfacher Kinderspielplatz“ ist.

Baubeginn ist im April und im Juni soll der neue Mehrgenerationenspielplatz dann fertig sein. Auch einen Bolzplatz wird es dann dort geben. Gefördert wird die Maßnahme zu 60 Prozent durch Leader-Mittel, so dass die Gemeinde lediglich 6000 Euro zahlen muss.

Neue Spielgeräte gibt es übrigens auch für den CJD-Kindergarten in Rosche gegenüber: Dort werden insgesamt 5000 Euro investiert, weil die alten Geräte abgängig sind.

Die demografische Entwicklung in der Gemeinde Rosche ist für Bürgermeister Widdecke ein Brennpunkt in der Zukunft. „Die Entwicklung ist schlecht“, sagte er, „in den letzten zehn Jahren haben wir 200 Einwohner verloren und liegen jetzt nur noch knapp über 2000.“ Und in der Samtgemeinde sind im letzten Jahr lediglich 29 Kinder geboren. „Wir haben zu wenig qualifizierte Arbeitsplätze“, weiß Musik. Durch den Rückgang der Bevölkerung verliert die Gemeinde Einnahmen und die Infrastruktur muss mit Blick auf die zunehmende ältere Bevölkerung angepasst werden. Was die Infrastruktur angeht, so sind Bürgermeister und Gemeindedirektor vorerst zufrieden. „Nach dem aktuellen Stand haben wir erstmal 20 Jahre Ruhe“, sagt Widdecke.

Und dazu hat die Gemeinde Rosche auch noch gut gewirtschaftet: Im Ergebnishaushalt dieses Jahres ist ein Überschuss von 100 000 Euro. „Die Verluste aus den Vorjahren sind bereits von 900 000 Euro auf 150 000 Euro reduziert worden“, sagt Rolf Musik und erwartet, dass zum 31. Dezember dieses Jahres alle Verluste aus den Vorjahren getilgt sind.

„Derzeit sind wir in der Lage, mit den aktuellen Steuereinnahmen die laufenden Kosten zu decken“, sagt der Roscher Gemeindedirektor.

Von Jörn Nolting

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