Rat beschließt Gestaltung des Außengeländes

Am Stoetzer Gemeinschaftshaus: Grünes Licht für Spielplatz-Bau

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Die Einweihung des Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhauses in Stoetze wurde vor Kurzem mit vielen Gästen gefeiert. Jetzt hat der Gemeinderat beschlossen, auf dem Außengelände einen Kinderspielplatz anzulegen.

Stoetze – Das neue Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus in Stoetze ist ein echter Blickfang. Doch auch nach der Eröffnungsfeier vor rund zwei Wochen ist die millionenschwere Investition in der Ortsmitte noch nicht beendet.

Jetzt hat der Rat Stoetze einstimmig beschlossen, auf dem Außengelände des Neubaus einen Kinderspielplatz zu errichten. Als Planungskosten und für die Anschaffung der Geräte werden 35 000 Euro in den Gemeindehaushalt 2020 eingestellt.

Nach dem Willen des Rates wird die Verwaltung jetzt ein Architekturbüro aus Suderburg mit der Planung beauftragen. Dieses soll gemeinsam mit dem neu gegründeten Verein „Dörfergemeinschaft Gemeinde Stoetze“ geeignete Spielgeräte aussuchen. „Es sollen Spielmöglichkeiten für Kinder während der Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus geschaffen werden“, erläuterte Gemeindedirektor Rolf Musik. Der bestehende Spielplatz neben dem Jugend- und Freizeitheim in Stoetze werde dann abgebaut und zum neuen Gebäude verlegt.

Das ist aber nicht die einzige Investition, die im Haushalt 2020 vorgesehen ist. 50 000 Euro werden als Zuschuss der Gemeinde Stoetze für die Erweiterung der Kindertagesstätte in Himbergen veranschlagt. Dieser Betrag könne ebenso wie die Spielplatzgestaltung aus Eigenmitteln finanziert werden, sagte Musik. „Beim Dorfgemeinschaftshaus sind wir im Kostenrahmen geblieben. Deshalb bin ich optimistisch, dass wir auch 2020 kein Darlehen aufnehmen müssen.“

Allerdings ist der Haushaltsansatz von 35 000 Euro nach Ansicht von Ratsherr Karl Steindorf (Grüne) zu hoch gegriffen. Davon gehe „eine Signalwirkung nach außen“ aus, sagte er mit Blick auf die Spielplätze in Bankewitz und Hohenzethen, die zum Teil von Eltern und der Dorfgemeinschaft selbst hergestellt wurden und für die weit weniger Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. „35 000 Euro klingt da ziemlich viel“, meinte Steindorf.

Das sei aber nur der maximale Kostenrahmen, antwortete Bürgermeister Jürgen Klinge (CDU). „Wenn die Zahlen vorliegen, werden wir als Rat entscheiden, was wir anschaffen wollen.“ Es sei besser, finanziell ein wenig Luft zu haben, um nicht später einen Nachtragshaushalt verabschieden zu müssen, fand auch Ulrike Grafelmann (CDU). „Wir müssen die Summe ja nicht ausgeben.“

Letztlich beschloss der Gemeinderat einstimmig den Haushalt 2020. Dieser weist einen Überschuss von knapp 11 000 Euro aus – bei Erträgen von 550 500 Euro und Aufwendungen von 539 700 Euro. Im Etat enthalten sind auch Personalkosten für die Verwaltung des Dorfgemeinschaftshauses. Damit wird ein Mitglied der Dörfervereins auf 450-Euro-Basis betraut. Dieses soll Kontakte zu Nutzern des Gebäudes knüpfen und somit „Manager-Tätigkeiten“ übernehmen, erklärte Musik. Die Gemeinde wolle dafür am Anfang finanzielle Schützenhilfe leisten. Im Laufe der Zeit solle der Verein das Gebäude dann eigenständig verwalten.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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