1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Rosche

Roscher Krippe öffnet ab heute wieder / Gruppen- und Ruheraum nicht betroffen

Erstellt:

Von: Bernd Schossadowski

Kommentare

Mitarbeiterinnen der Roscher Krippe reinigen das Mobiliar
Mitarbeiterinnen der Roscher Krippe haben gestern das Mobiliar gereinigt, nach etwa sechs Wochen Pause ziehen heute die ersten Kinder wieder ein. Der Wasserschaden war in Teilen des neuen Anbaus aufgetreten. © Schossadowski, Bernd

Ende Juni kam es in der Roscher Krippe zu einem Wasserschaden. Daraufhin bildete sich an einigen Stellen Schimmel, der nun zum größten Teil beseitigt ist. Ab heute ist die Krippe wieder geöffnet.

Rosche – Eigentlich wollte die Samtgemeinde Rosche gemeinsam mit dem CJD Göddenstedt und Gästen am 25. August die offizielle Einweihung des Krippen-Anbaus in Prielip feiern. Doch daraus wird nichts. Denn derzeit sind Teile des im Oktober 2021 eröffneten Anbaus gesperrt. Der Grund: Nach einem Wasserschaden Ende Juni sind die Mitarbeiter-Toilette, der Flur und die Küche von Schimmel befallen und müssen jetzt saniert werden.

Weil der Gruppen- und der Ruheraum sowie das Kinder-WC laut Samtgemeindebürgermeister Michael Widdecke aber komplett schimmelfrei sind, können diese Bereiche von heute an wieder für den Krippenbetrieb genutzt werden. Nicht betroffen vom Wasserschaden oder Schimmelbefall ist der alte Teil der Krippe, der 2011 eröffnet worden war.

Das komplette Mobiliar des neuen Anbaus wurde vor einigen Wochen von Arbeitern in Vollschutzanzügen herausgeräumt und in einem Container neben der Krippe zwischengelagert. Gestern waren Mitarbeiterinnen der Einrichtung damit beschäftigt, die Möbel zu reinigen und desinfizieren. „Was nicht gereinigt werden kann, etwa Holzspielzeug, wird erneuert“, kündigt Widdecke an.

Nach AZ-Informationen ist der Wasserschaden im Mitarbeiter-WC entstanden. Möglicherweise war eine kaputte Dichtung schuld daran. Dadurch lief Wasser aus und zog in die Wände, in denen sich dann Schimmel bildete. Sachverständige eines Fachbüros für Baubiologie hätten daraufhin in allen Räumen des Anbaus Proben genommen und danach in einem Labor untersucht, teilt Widdecke auf AZ-Anfrage mit. Das Ergebnis: „Der Gruppen- und der Ruheraum sowie die Kindertoilette sind freigetestet. Dort gibt es null Komma null Belastung. Diese Räume können jetzt wieder genutzt werden. Sie wurden zudem von einer Spezialfirma intensiv gereinigt“, sagt der Verwaltungschef. Ihm seien auch keinerlei Klagen von Eltern oder Kindern über gesundheitliche Beschwerden zu Ohren gekommen.

Der Wasserschaden sei etwa eine Woche vor der planmäßigen Sommerpause der Krippe aufgetreten. Weil unabhängig davon mehrere Mitarbeiterinnen und Kinder damals an Corona erkrankt waren, habe man beschlossen, die Krippe vorzeitig zu schließen. Die betroffenen Räume seien dann luftdicht vom Rest des Gebäudes abgetrennt worden. Die Samtgemeinde sei gerade dabei, die Regulierung des Schadens mit der Versicherung und der Baufirma zu besprechen.

„Wir haben über das CJD Göddenstedt als Krippenbetreiber sofort Elternbriefe mit Informationen über den Wasserschaden und den Schimmelbefall rausgeschickt“, betont Widdecke. „Wir wollen das alles transparent handhaben.“ Spekulationen aus Teilen der Elternschaft, die Samtgemeinde habe den Vorfall vertuschen wollen, weist er entschieden zurück.

Nach dem Ende der Sommerpause sollen heute nun die ersten Mädchen und Jungen wieder die Krippe besuchen. „Wir fangen mit den Bestandskindern an. Eine Woche später soll dann der Krippenbetrieb für die neuen Kinder beginnen. Geplant ist, dass sie zunächst im alten Trakt der Krippe eingewöhnt werden“, erklärt Widdecke.

Auch wenn der Flur derzeit gesperrt ist, können die Kinder den Anbau betreten. Sie gelangen über den Notausgang, eine Art Tür-Fenster, von draußen direkt in den Gruppenraum und können diesen auf diesem Weg auch wieder verlassen, schildert Widdecke.

Auch interessant

Kommentare