Keine Gebühren für Krippe und Hort?

Samtgemeinde Rosche schlägt Wegfall der Elternbeiträge bis Wiederöffnung vor

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Hortbetreuung in der Roscher Schule – vor der Corona-Krise. Nach dem Vorschlag der Samtgemeinde sollen die Elternbeiträge für Krippe und Hort von Mai bis zur Wiederöffnung der Einrichtungen entfallen.

Rosche – Wenn der Samtgemeinderat Rosche sich am Donnerstag, 14. Mai, um 19 Uhr zu seiner öffentlichen Sitzung in der Suhlendorfer Mühlenschule trifft, geht es unter anderem um die mögliche Erstattung der Elternbeiträge für Krippe und Hort.

Der Rat wird über eine Beschlussvorlage der Verwaltung diskutieren. Demnach will die Samtgemeinde Rosche rückwirkend vom 1. Mai bis zur vollständigen Wiedereröffnung der Kindertagesstätten (siehe Infokasten) auf die Erhebung dieser Gebühren verzichten. Wie berichtet, sind alle Kita-Einrichtungen wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen.

Die geplante Regelung gilt aber nicht für Kindergärten, denn diese sind bereits seit dem 1. August 2018 in Niedersachsen gebührenfrei. Weiterhin sieht die Beschlussvorlage der Samtgemeinde Rosche vor, dass der Wegfall der Elternbeiträge nicht für die vom CJD Göddenstedt angebotene Notbetreuung der Kinder gelten soll. Dafür sollen weiterhin Gebühren berechnet werden.

Sofern eine Notbetreuung für keinen vollen Monat in Anspruch genommen wird, soll die Berechnung der Elternbeiträge gemäß dem jeweiligen Anteil der Nutzung erfolgen, heißt es in der Vorlage. Die Entscheidung darüber obliegt dem Samtgemeinderat. Der nicht-öffentliche Samtgemeindeausschuss hat dafür bereits grünes Licht gegeben.

„Das ist eine ganz vernünftige Lösung, die den Eltern entgegenkommt“, sagt Samtgemeindebürgermeister Michael Widdecke im AZ-Gespräch. Im Übrigen habe sich auch der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund für dieses Vorgehen ausgesprochen.

Das CJD Göddenstedt hat einen Vorschlag zur Kompensation der voraussichtlichen Mindereinnahmen erarbeitet. Demnach könnten Elternbeiträge, die durch eine Schließung der Kindertagesstätten vom 1. Mai bis voraussichtlich Juli nicht eingenommen werden, durch Einsparungen bei den Personalkosten ausgeglichen werden. Dazu würden vom Betreuungspersonal des CJD Vertretungsstunden vom 1. August bis 31. Dezember mit Minusstunden aus der Zeit der Schließung verrechnet.

Durch die Nichtbesetzung der Vertretungsstunden ab August ergäbe sich eine Einsparung von etwa 30 000 Euro. Die ausfallenden Elternbeiträge von Mai bis Juli lägen bei rund 27 000 Euro.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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