Vorerst keine Gebühren in den Kitas

Rat der Samtgemeinde Rosche legt Elternbeiträge für Krippe und Hort auf Eis

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Kinder spielen unbeschwert in einer Krippe – ein Symbolfoto aus Vor-Corona-Zeiten. Der Roscher Samtgemeinderat hat jetzt beschlossen, rückwirkend vom 1. Mai bis zur Wiedereröffnung der Kitas keine Elternbeiträge zu erheben.

Rosche – Die Samtgemeinde Rosche kommt den Eltern in der Zeit der Corona-Krise finanziell ein Stück entgegen. Einstimmig hat der Samtgemeinderat jetzt beschlossen, dass für den Besuch von Krippe und Hort keine Eltern- beiträge erhoben werden – und zwar rückwirkend vom 1. Mai bis zur Wiedereröffnung der Kitas.

Ausgenommen davon sind die Gebühren für die Notbetreuung.

Hierfür müssen die Eltern weiterhin zahlen. Sofern die Notbetreuung anteilig für keinen vollen Monat in Anspruch genommen wird, erfolgt auch die Berechnung der Elternbeiträge entsprechend der Nutzungsdauer. Keine Erstattung ist für den Kindergartenbesuch erforderlich, denn dieser ist in Niedersachsen gebührenfrei.

Der Ausfall der Elternbeiträge für die Monate Mai bis Juli würde Mindereinnahmen von etwa 27 000 Euro verursachen, sagte Samtgemeindebürgermeister Michael Widdecke. Das habe das CJD Göddenstedt als Kita-Betreiber errechnet. Durch Einsparungen bei den Personalkosten könne das aber kompensiert werden. Dazu würden vom Betreuungspersonal des CJD anfallende Minusstunden aus der Zeit der Kita-Schließung mit Vertretungsstunden für den Zeitraum vom 1. August bis zum 31. Dezember verrechnet. Das würde Kosteneinsparungen von rund 30 000 Euro fürs CJD mit sich bringen, so Widdecke.

Im Samtgemeinderat stieß dieses Konzept auf einhellige Zustimmung. „Es ist eine ganz tolle Lösung, die das CJD dort angeboten hat“, meinte SPD-Fraktionschef Jürgen Peter Hallier. Alle Seiten würden davon profitieren. „Für Kinder ist das wunderbar, für die Mitarbeiter des CJD ausgleichend, und auch für die Samtgemeinde ist es eine entspannte Situation.“

Dem pflichtete Hans-Heinrich Weichsel (CDU) bei: „Das ist ein guter Kompromiss. Jetzt wollen wir sehen, wie es weitergeht.“ Dass die Krippen- und Hortgebühren erst ab Mai und nicht schon für April erstattet werden, sei für die Eltern zwar bedauerlich. „Aber hier müssen sie in den sauren Apfel beißen und auch einen kleinen Beitrag leisten“, sagte Weichsel.

Eine Rückzahlung der Beiträge für den April hätte für die Samtgemeinde Verwaltungsaufwand und Kosten zur Folge gehabt, erläuterte Ratsvorsitzender Bernd Burmester (CDU). Geplant sei jedoch, die April-Gebühren nach der Wiedereröffnung der Kitas anzurechnen. „Zum Ende des Zeitraums wollen wir die Beiträge nicht tageweise abrechnen, sondern ein Stück vom April auffangen“, kündigte er an.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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