CDU/FDP-Ortsgruppe trifft sich zu spontaner Besichtigung

Roscher Turnhalle droht Schließung

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Die Mängel an der Bausubstanz sind nicht zu übersehen: Durch die Feuchtigkeit liegen die verstärkenden Stahlelemente im Beton blank, Wasser tritt aus dem Mauerwerk.

Rosche. Vor dem Hintergrund, dass es in extremen Wintern in der Vergangenheit andernorts bereits mehrfach zu Dacheinbrüchen mit Todesfolge gekommen ist, wurde von der Samtgemeinde Rosche ein Prüfstatiker beauftragt, die Dachkonstruktion der kleinen Turnhalle der „Schule an der Wipperau“ zu testen.

Das Expertenurteil: Die Halle ist unverzüglich zu sanieren, sonst drohe die Schließung.

Bereits 2009 hatte eine Prüfung desselben Gutachters ergeben, dass zwar keine direkte Gefahr bestünde, eine Nachbesserung an der Turnhalle aber unvermeidbar sei. Der Grund für die Sorge ist die eigenwillige Dachkonstruktion der Turnhalle.

Als Flachdach konzipiert, besteht sie aus einer trapezförmigen Wanne, durch den Ablauf von Regen- oder Schmelzwasser wirken Kräfte nach unten, denn das Wasser wird von innen über die Außenpfeiler der Turnhalle abgeleitet. An diesen tragenden Pfeilern treten mittlerweile deutlich sichtbare Schäden auf – teilweise liegen die verstärkenden Stahlelemente im Beton blank, Wasser tritt aus dem Mauerwerk.

Wenn die Turnhalle geschlossen wird, wäre das fatal. Zwar besitzt die Schule noch eine weitere, größere Halle, aber beide Hallen sind komplett belegt – durch Schulsport sowie soziale Aktivitäten wie Theateraufführungen, Festivitäten oder Vereinstätigkeiten.

Michael Widdecke, Vorsitzender der CDU/FDP-Ortsgruppe, rief nun die Mitglieder seiner Fraktion zu einer spontanen Ortsbegehung auf und äußerte damit gleichermaßen Kritik am neuen Vorsitzenden des Bauausschusses, Eckhard Meyer (SPD): „Wir wollen uns, da der Bauausschussvorsitzende nicht tätig wird, selbst einen Überblick über die anstehenden Maßnahmen verschaffen.“ Ein Antrag zur Stellungnahme an den Landkreis wurde zwar eingereicht, eine konkrete Stellungnahme gab es bis heute allerdings noch nicht.

Cord Schulze, Mitglied sowohl des Bau- als auch des Schulausschusses, stellt klar: „Eine vernünftige Sanierung würde mit ungefähr 600 000 Euro zu Buche schlagen, darin enthalten wären aber neben der eigentlichen Reparatur auch eine energetische Sanierung und ein neuer Fußboden mit Prallschutz.“

Mittlerweile hat der Vorsitzende des Bauausschusses zu einer Sitzung am Ende des Jahres, am 30. Dezember, eingeladen.

Von Oliver Huchthausen

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