Mittel für Freibad-Umbau, neues Gerätehaus und Straßenbau

Rosche investiert Millionen: Samtgemeinderat beschließt Etat 2017

Das Roscher Freibad wird ab 2017 barrierefrei umgebaut – eine von zahlreichen Investitionen der Samtgemeinde.
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Das Roscher Freibad wird ab 2017 barrierefrei umgebaut – eine von zahlreichen Investitionen der Samtgemeinde.
  • Bernd Schossadowski
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Rosche. Die Vorfreude war den Mitgliedern des Roscher Samtgemeinderates deutlich anzumerken. „Auf uns wartet ein interessantes Jahr mit großen Herausforderungen.

Wir haben uns einiges vorgenommen, aber ich bin sicher, wir werden das schaffen“, sagte Michael Widdecke, Vorsitzender der CDU/FDP-Mehrheitsgruppe. Damit spielte er auf die millionenschweren Investitionen an, die die Samtgemeinde für 2017 und die Folgejahre plant. Einstimmig gab der Rat jetzt grünes Licht dafür. Und das ist geplant:.

• Umbau des Roscher Freibades: Ingesamt 930 000 Euro sind für die barrierefreie Umgestaltung des Bades und den Neubau des Betriebsgebäudes veranschlagt. Dafür wurden laut Kämmerer Rolf Musik bereits Zuschüsse in Höhe von 600 000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Kleine Städte und Gemeinden“ bewilligt. Die Mittel sollen in drei Jahresraten ab 2018 fließen. „Wir wollen aber schon im nächsten Jahr mit den Arbeiten im Freibad beginnen und werden diese Investition daher vorfinanzieren“, kündigte Musik an. Eine erste Teilsumme von 350 000 Euro ist dafür im Haushalt 2017 angesetzt.

• Kläranlage: Rund 1,3 Millionen Euro kostet der geplante Umbau der Roscher Kläranlage. Dort sollen technische Anlagen umgerüstet und drei mit Schilf bepflanzte Becken für die Klärschlamm-Vererdung errichtet werden. Auch dort stehen die Chancen auf Fördermittel nicht schlecht.

• Straßenbau: Für den Ausbau des Gemeindeverbindungsweges zwischen Dalldorf und Meußließen rechnet die Verwaltung mit Ausgaben von 230 000 Euro. Auch hier hofft Musik auf Zuschüsse. „Für drei Wege haben wir in diesem Jahr bereits Fördermittel in Höhe von 63 Prozent der Gesamtkosten bekommen. Das Land hat uns ermutigt, nun weitere Förderanträge zu stellen“, sagte er mit Blick auf das Vorhaben bei Dalldorf.

• Neues Gerätehaus: Wie berichtet, soll in Stoetze eine multifunktionale Begegnungsstätte gebaut werden. Die Gemeinde Stoetze finanziert den Versammlungsraum für die Vereine, die Samtgemeinde Rosche das angrenzende Feuerwehrgerätehaus. Für Letzteres werden Kosten von 160 000 Euro veranschlagt, wobei die Samtgemeinde auf Zuschüsse über 138 000 Euro hofft.

• Feuerwehr-Fahrzeug: Die Anschaffung eines neuen Trägerfahrzeugs für die Feuerwehr Rosche-Prielip kostet voraussichtlich 280 000 Euro. Als erste Rate sind dafür 100 000 Euro im Haushalt 2017 vorgesehen, der Rest soll im Jahr danach bereitgestellt werden.

Trotz der vielen Investitionen, die teils über Darlehen finanziert werden, weist der Haushalt 2017 der Samtgemeinde einen Überschuss von 222 000 Euro aus. Einstimmig verabschiedete der Rat das Zahlenwerk. Widdecke dankte der Verwaltung, dass sie für die Vorhaben hohe Zuschüsse eingeworben habe. „Das habt ihr super gemacht“, meinte er.

Lob gab es auch vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Peter Hallier. „Dieser Haushalt ist in sich schlüssig. Wir bauen keinen Investitionsstau auf und sind auf bestem Wege“, freute er sich. Ekkehard Jost (Grüne) hob vor allem die Pläne für das Freibad und das Gerätehaus hervor: „Wir können uns freuen, dass wir Zuschüsse für zwei so große Projekte bekommen.“

Von Bernd Schossadowski

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