Beschluss des Roscher Gemeinderats

Reparatur der Straße Alt Teyendorf: Sanierung zum Nulltarif für Anlieger

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In der Fahrbahn der innerörtlichen Straße in Teyendorf klaffen zahlreiche Löcher und aufgebrochene Stellen. Nach dem Willen des Gemeinderates soll die Fahrbahn auf ihrer gesamten Länge saniert werden.

Teyendorf – Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein mottenzerfressener Teppich. Zahllose Risse, Löcher und aufgebrochene Stellen im Asphalt machen die innerörtliche Straße in Teyendorf zu einer echten Holperpiste.

1994 wurde die Fahrbahn zum letzten Mal mit einer neuen Decke überzogen, doch inzwischen löst sich der Belag an vielen Stellen auf. Deshalb soll diese Straße, die den Namen Alt Teyendorf trägt, repariert werden, beschloss der Roscher Gemeinderat jetzt einstimmig.

Cord SchulzeR, atsmitglied (CDU)

„Wir haben zwei Ingenieurbüros prüfen lassen, ob eine Sanierung sinnvoll wäre“, berichtete Gemeinde- direktor Rolf Musik in der Ratssitzung. Beide seien zu dem Ergebnis gekommen, dass die komplette Straße auf einer Länge von 525 Metern eine neue, drei Zentimeter dicke Fahrbahndecke bekommen sollte. Die Alternative wäre, nur bestimmte Stellen zu flicken. „Das wäre aber ein zu großer Aufwand in den nächsten Jahren und würde auch recht teuer werden“, meinte Musik.

Nach Berechnungen der Ingenieurbüros würde das Aufbringen einer neuen Deckschicht auf der gesamten Länge der Fahrbahn etwa 50 000 Euro kosten. „Das ist auf jeden Fall die wirtschaftlichste Lösung“, erklärte der Gemeindedirektor. Das Ziel sei, die Bauarbeiten noch in diesem Jahr auszuschreiben.

Rolf Musik, Gemeindedirektor

Für die Anlieger hat diese Bau-Variante einen entscheidenden Vorteil: „Es ist eine Reparatur, die Kosten trägt somit die Gemeinde zu hundert Prozent“, betonte Rosches Bürgermeister Michael Widdecke (CDU). Ganz anders sähe das bei einem kompletten Neubau der Straße aus, den ein Zuhörer während der Ratssitzung vorschlug. Diese große Lösung würde mindestens 500 000 Euro kosten, schätzte Musik. „Wir würden als Gemeinde dafür auch keinerlei Fördermittel bekommen, weil wir nicht mehr in der Dorferneuerung sind“, gab er zu bedenken. Außerdem müssten die Anlieger dann 50 Prozent der Kosten übernehmen – das sieht die Satzung der Gemeinde so vor. „Das wird eine Zumutung“, warnte Musik. Deshalb schied ein Straßenneubau für den Roscher Rat auch aus.

„Es ist schön, dass wir das Thema vom Tisch kriegen“, meinte Cord Schulze (CDU). Schon seit mehreren Jahren diskutiere die Kommunalpolitik darüber, wie die Fahrbahnschäden in Teyendorf beseitigt werden könnten. Genauso sah das Musik. „Ich halte das für eine vernünftige technische Lösung, die wir mit kleinem Geld machen können“, lautete sein Fazit. „Und es ist eine anwohnerfreundliche“, ergänzte Anja Meyer (Grüne).

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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