Land gewährt Fördermittel

Ortsdurchfahrten werden erneuert: Ausbau der L 254 in Oetzen und Klein Hesebeck

Für die Erneuerung der Landesstraße 254 in der Ortsdurchfahrt von Oetzen gewährt das Land Fördermittel. Geklärt werden muss dabei auch, ob der Einmündungsbereich der Kreisstraße 3 aus Masendorf (rechts) neu gestaltet wird.
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Für die Erneuerung der Landesstraße 254 in der Ortsdurchfahrt von Oetzen gewährt das Land Fördermittel. Geklärt werden muss dabei auch, ob der Einmündungsbereich der Kreisstraße 3 aus Masendorf (rechts) neu gestaltet wird.

Oetzen – Auf den ersten Blick sieht die Fahrbahn der L 254 in der Ortsdurchfahrt von Oetzen passabel aus. Schließlich wurde die Decke erst vor einigen Jahren saniert.

Doch der Schein trügt. „Der Untergrund der Straße ist hin. Sie muss einen neuen Aufbau bekommen“, sagt Oetzens Gemeindebürgermeister Bernd Burmester (CDU).

Auch die Entwässerung müsse verbessert werden. Daher freut sich Burmester, dass das niedersächsische Verkehrsministerium jetzt mitgeteilt hat, Mittel für die Erneuerung der L 254 in Oetzen zu gewähren.

Auch für den Ausbau der Ortsdurchfahrt von Klein Hesebeck – im weiteren Verlauf der L 254 – wird es Landeszuschüsse geben. Wie viel Geld in beide Projekte fließen wird, ist aber noch offen, sagt Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Dazu müssten erst die Planung und Kostenschätzung erstellt werden. Danach würden diese in den Haushalt des Landes eingebracht. Erst dann sei klar, wie hoch die Förderung ausfallen werde. „Wir wollen beide Maßnahmen im Jahr 2022 baulich umsetzen“, kündigt Möller an.

Die Ortsdurchfahrt von Oetzen ist, vom Ortseingang aus Stöcken kommend, bis zum Ausgang in Richtung Oetzendorf etwa einen Kilometer lang. „Ich gehe davon aus, dass wir den größten Teil davon erneuern werden“, erklärt der Geschäftsbereichsleiter im AZ-Gespräch.

Auf die Gemeinde Oetzen werden ebenfalls Kosten zukommen, denn sie müsste den Neubau der Gehwege und der Regenwasserkanäle zur Entwässerung des Ortes finanzieren, sagt Burmester. Er blickt bereits auf die Planungen für die A 39 voraus, die Auswirkungen auf die Straßenführung in Oetzen haben werden. Im Zuge des Autobahnbaus soll die L 254 nämlich ein Stück nach Westen – an die K 3 nach Masendorf heran – verlegt werden.

Parallel zur vorgesehenen Erneuerung der Ortsdurchfahrt müsse geklärt werden, wie die künftige Anbindung Oetzens an die K 3 aussehen soll, betont Burmester. Denn von dort könnte bei einer etwaigen Sperrung der A 39 der Umleitungsverkehr durch Oetzen rollen. Denkbare Lösungen wären eine abknickende Vorfahrt oder ein Kreisel an der jetzigen Einmündung der K 3 in die L 254. „Das muss in der Planung berücksichtigt und zukunftsfähig gestaltet werden, damit man die Landesstraße in fünf Jahren nicht noch mal neu anfassen muss“, fordert Burmester.

Die vom Land angekündigten Fördermittel stammen aus dem „Sonderprogramm Ortsdurchfahrten“. Dieses ist auf vier Jahre ausgelegt, es stehen 15 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Der Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer (CDU) freut sich über die zugesagten Mittel für Oetzen und Klein Hesebeck. „Dieses Geld ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt er. „Das Netz an Landesstraßen kann somit in der Fläche und auch in den Orten verbessert werden.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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