Rat gibt einstimmig grünes Licht: Neues Förderangebot in Einrichtung

Oetzens Kindergarten wird integrativ

Als erster Kindergarten in der Samtgemeinde Rosche erhält die Einrichtung in Oetzen eine integrative Gruppe für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Vier Kinder sollen dort betreut werden.
+
Als erster Kindergarten in der Samtgemeinde Rosche erhält die Einrichtung in Oetzen eine integrative Gruppe für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Vier Kinder sollen dort betreut werden.

Oetzen – Nun ist es offiziell: Im Kindergarten in Oetzen wird eine integrative Gruppe für Mädchen und Jungen mit besonderem Förderbedarf eingerichtet. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig beschlossen.

Damit folgte er einem Vorschlag des CJD Göddenstedt, der den Oetzener Kindergarten betreibt.

Die betreffende Halbtagsgruppe zählt insgesamt 18 Plätze. Zwei der Kinder werden bereits integrativ betreut, zwei weitere werden demnächst dazukommen. Darüber hinaus gibt es noch eine Ganztagsgruppe mit 25 Plätzen im Kindergarten Oetzen.

Dieser habe jetzt ein Alleinstellungsmerkmal, freute sich Gemeindebürgermeister Bernd Burmester (CDU). „Es ist die einzige integrative Kindergartengruppe in der Samtgemeinde Rosche.“ Die besondere Form der Förderung komme Kindern zugute, die „nicht nur vorübergehend körperlich, geistig oder seelisch wesentlich behindert sind“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung.

Wegen der Aufnahme der vier integrativ betreuten Kinder reduziert sich laut Gesetz die Gruppengröße im Kindergarten. „Von der Kürzung der Plätze ist aber kein Oetzener Kind betroffen“, betonte Burmester. Das habe den politischen Gremien die Entscheidung leichter gemacht. Hinzu komme, dass alle vier integrativ betreuten Kinder in der Gemeinde Oetzen und nicht in anderen Kommunen leben. „Der Bedarf ist da“, sagte Burmester mit Blick auf die integrative Gruppe. Mit dem neuen Angebot erfülle die Gemeinde einen Wunsch der Eltern.

Der Gesetzgeber sehe vor, dass Kinder ortsnah eine Kita besuchen müssen, um sie im Alltag besser integrieren zu können, erklärte Gemeindedirektorin Katrin Kottlick in der Ratssitzung. Auch sie lobte das neue Angebot im Kindergarten Oetzen: „Das ist eine ganz tolle Sache.“

Genauso sahen das die Ratsmitglieder. „Integrative Ansätze sind immer wichtig. Das ist sehr schön für die Kinder“, meinte Klaus Rumpenhorst (WGO). Seine Zustimmung äußerte auch Detlev von Scheve (CDU). „Alles gut“, lautete sein zufriedenes Fazit.

Und es gibt weitere erfreuliche Nachrichten für den Oetzener Kindergarten. Im dortigen alten Gruppenraum wurde während der Sommerferien eine Akustikdecke eingebaut, berichtete Katrin Kottlick. Seitdem herrsche dort deutlich weniger Lärm. „Die Kinder haben jetzt auch mehr Rückzugsmöglichkeiten“, sagte sie. Außerdem wurde in dem Raum das Parkett abgeschliffen und neu versiegelt. Die Außenfassade des Kindergartens werde noch zeitnah ausgebessert, kündigte Kottlick an. VON BERND SCHOSSADOWSKI

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare