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Obduktion nach tödlichem Badeunfall von Rosche beantragt

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Von: Lars Becker

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Nach der Bergung des toten Schwimmers aus dem Baggersee in Rosche wird dessen Leiche nun obduziert.
Nach der Bergung des toten Schwimmers aus dem Baggersee in Rosche wird dessen Leiche nun obduziert. © Lars Becker

Die Leiche des am Sonntag (3. Juli) im Roscher Baggersee verunglückten Schwimmers soll jetzt zeitnah obduziert werden.

Rosche – Nachdem Polizeitaucher aus Braunschweig am Dienstagmittag im Roscher Baggersee an der Deponiestraße die Leiche des vermissten Schwimmers gefunden haben, steht jetzt auch fest, dass die Leiche des 51-Jährigen – wie erwartet – in der Gerichtsmedizin untersucht werden soll.

Auf Anfrage der Redaktion teilte Polizeisprecher Kai Richter mit, dass die Staatsanwaltschaft Lüneburg einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht Lüneburg stellen werde. Die Obduktion selbst werde dann zeitnah erfolgen.

Keine Anzeichen für äußere Gewalteinwirkung

Sie soll den Ermittlern des Polizeikommissariates Uelzen letzte Gewissheit zur Todesursache verschaffen. Allerdings hatten die Polizeibeamten bereits nach der Bergung des toten Schwimmers erklärt, dass es keinerlei Anzeichen für eine äußere Gewalteinwirkung und damit für ein Fremdverschulden gebe. Man müsse mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit von einem tragischen Badeunfall ausgehen.

Taucher der Technischen Einheit der Bereitschaftspolizei aus Braunschweig fanden am Dienstagmittag mit einem Sonar den vermissten 51-Jährigen im Baggersee in Rosche. Er lag in 9,70 Meter Tiefe.
Taucher der Technischen Einheit der Bereitschaftspolizei aus Braunschweig fanden am Dienstagmittag mit einem Sonar den vermissten 51-Jährigen im Baggersee in Rosche. Er lag in 9,70 Meter Tiefe. © Lars Becker

Erkenntnisse kann die Obduktion – sie wird entweder im Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf oder der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt – womöglich noch dazu liefern, warum der 51-jährige Mann am Sonntagmittag plötzlich untergegangen und mutmaßlich ertrunken war.

Aufschlüsse erhoffen sich Staatsanwaltschaft und Polizei auch zur Frage, ob beziehungsweise wie stark der Mann zum Zeitpunkt des Unglücks alkoholisiert war. ecke

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