Millionenprojekt der Genossenschaft „Sonnenfeld eG“

Neue Wohnsiedlung in Groß Malchau: Erstes Haus wird jetzt gebaut

Patricia Frahm und Wolfgang Krüger stehen auf der Baustelle für das erste Doppelhaus, das jetzt gebaut werden soll.
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Patricia Frahm vom Vorstand der Genossenschaft „Sonnenfeld eG“ und Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Krüger freuen sich, dass demnächst das erste Gebäude der neuen Wohnsiedlung in Groß Malchau gebaut wird.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Auf einem Grundstück nahe der sozialtherapeutischen Siedlungs- und Arbeitsgemeinschaft Humanopolis in Groß Malchau entsteht demnächst eine Wohnsiedlung für ältere Menschen, die in einer Gemeinschaft leben wollen. Geplant sind zunächst sieben Gebäude für insgesamt 18 Mieter. Das erste Doppelhaus wird jetzt gebaut.

Groß Malchau – Ein Schild auf einem Holzpfahl kündet von einem Millionenprojekt in Groß Malchau. Mit schwarzer Farbe wurde die Zahl 63 darauf gemalt. „Das ist die Hausnummer unserer neuen Wohnsiedlung“, sagt Wolfgang Krüger, Aufsichtsratsmitglied der Genossenschaft „Sonnenfeld eG“, und zeigt auf die provisorische Ausschilderung. Auf einer Anhöhe nahe der sozialtherapeutischen Siedlungs- und Arbeitsgemeinschaft Humanopolis sollen sieben eingeschossige Wohngebäude errichtet werden. In sie können insgesamt 18 ältere Menschen als Mieter einziehen, die in einer Gemeinschaft leben möchten.

Krüger freut sich ebenso wie Patricia Frahm, Vorstandsmitglied der „Sonnenfeld eG“, dass jetzt das erste Haus der gleichnamigen Siedlung gebaut wird. Noch ist der Baugrund nur eine planierte Sandfläche. „Aber nächste Woche soll die Bodenplatte erstellt werden“, verrät Frahm der AZ. Entstehen wird ein sechseckiges Doppelhaus mit zwei jeweils rund 60 Quadratmeter großen Wohneinheiten.

Zwei größere und fünf kleinere Häuser geplant

Nebenan soll ein zweites Doppelhaus mit der gleichen Form und Größe geschaffen werden. In jedes der beiden Gebäude können vier Personen einziehen. Im nächsten Schritt möchte die „Sonnenfeld eG“ fünf weitere, etwas kleinere Häuser bauen, die pro Wohneinheit etwa 50 Quadratmeter groß sind. Somit kommen noch mal zehn Bewohner hinzu.

Alle Gebäude werden in Holzständerbauweise errichtet, sind barrierefrei und werden mit Fernwärme der Saatbau Stoetze beliefert. „Jede Wohneinheit hat eine nach Süden ausgerichtete Terrasse. Man hat hier rundum Sonne bis zum Abend“, sagt Krüger, der neben seiner Funktion bei der Genossenschaft bei Humanopolis arbeitet.

Die sieben genannten Häuser entstehen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus. „Bis zum Frühjahr oder Sommer 2022 soll das erste Haus bezugsfertig sein“, hofft Frahm. Sie und Krüger können sich vorstellen, vor Ort weitere Wohngebäude in einem frei finanzierten Bereich zu schaffen. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

Lebendiges Miteinander von Jung und Alt

Zielgruppe der neuen Wohnsiedlung sind ältere Menschen, die sich noch rüstig und tatkräftig fühlen und ein lebendiges Miteinander mit den jungen Leuten aus der benachbarten Arbeitsgemeinschaft Humanopolis pflegen wollen. Dort können die künftigen Mieter der Siedlung ihre Fertigkeiten und Erfahrungen einbringen und im Gegenzug von den Humanopolis-Bewohnern profitieren. Und die Nachfrage der potenziellen Mieter ist groß – es gibt Anfragen aus ganz Deutschland. „Unsere Genossenschaft hat derzeit 38 Mitglieder und noch mal 20 bis 30 weitere Interessenten“, sagt Frahm. „Die Menschen wollen im Alter etwas Sinnvolles und Gemeinschaftliches tun“, bestätigt Krüger.

Die Gesamtkosten für die sieben Wohnhäuser belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro. Die Genossenschaft hat bei der NBank aber einen Förderantrag gestellt und hofft, Zuschüsse in Höhe von zwei Millionen Euro zu bekommen. Darüber hinaus hat die „Sonnenfeld eG“ vom Land bereits 148 500 Euro für das Gesamtprojekt, inklusive der frei finanzierten Häuser, erhalten. „Das ist eine Starthilfe und ein Mutmacher, dass man so ein Großprojekt angehen kann“, freut sich Krüger.

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