Neue Variante für Sanierung

An den bestehenden Schultrakt der Suhlendorfer Mühlenschule soll eine Pausenhalle angebaut und nur noch das zweigeschossige Gebäude genutzt werden.

Suhlendorf - Von Jörn Nolting. Die Kosten für die Sanierung der Suhlendorfer Mühlenschule erschienen der Roscher Samtgemeindeverwaltung unangemessen hoch. Deshalb wurde nach einer möglichen Variante gesucht. Doch auch die Alternativplanung führte zu ähnlich hohen Kosten. Während der Sitzung des Samtgemeinderates am Mittwochabend in Suhlendorf überraschte die Verwaltung die Ratsherren und Zuhörer mit einer neuen überarbeiteten Vari-ante.

„Es gibt noch keine Kostenschätzung für die neue Varian-te“, schränkte Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann ein. Rolf Musik stellte die Planungen vor: „Der neue Entwurf beschäftigt sich mit dem Klassentrakt der acht Klassenräume mit einem Neubau an den Gebäudekomplex.“ Dieser Anbau soll als Aula und Pausenhalle dienen, außerdem befinden sich dort auch zwei Verwaltungsräume. „Wir planen künftig nur noch mit 80 bis 110 Kindern“, informiert Musik.

In dem sanierten Gebäudekomplex stehen sechs Klassenräume zur Verfügung. Das Obergeschoss wird mit zwei großen Fluchttreppen ausgestattet, damit dem Brandschutz genüge getan ist.

Rätzmann: „Auch eine Verlegung der Bushaltestelle würde dem Entwurf entgegenkommen.“ Erste grobe Zahlen gibt es für den Entwurf noch nicht. Die ursprüngliche Variante sollte 1,47 Millionen Euro kosten – der neue Entwurf soll auf jeden Fall günstiger werden. „Was passiert denn mit der alten Pausenhalle?“, wollte der Sozialdemokrat Bernd Görlich wissen. „Da haben wir noch keine Idee“, sagte Herbert Rätzmann. Das Thema wurde anschließend einstimmig in den Schul- und Bauausschuss der Samtgemeinde verwiesen, die beide während einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstag, 7. Oktober, um 20 Uhr im Suhlendorfer Gasthaus Wöbse tagen.

Doch damit war das Thema noch nicht beendet. In der Bürgerfragestunde am Ende der Sitzung kam es erneut auf den Tisch. Heinz Schulze (CDU) ergriff das Wort: „Wir haben uns schon im Bauausschuss mit der Schulsanierung befasst. Wenn wir 1,5 Millionen Euro zahlen müssen, dann muss man sich fragen, ob wir uns das leisten können.“ Der Schulleiter der Mühlenschule, Rüdiger Erler, fühlte sich jedoch übergangen: „Ich bin nicht in die Planung einbezogen worden. Seit 18 Monaten diskutieren wir über die Sanierung. In Rosche ging es alles viel schneller.“ Er fordert, dass er in die Planungen mit eingebunden wird. „Ich sehe die neue Variante zum ersten Mal“, beklagte er sich. Doch auch die Ratsmitglieder bekamen laut Marc Westedt am Mittwochabend zum ersten Mal einen Einblick in die Planung. Vorwurfsvoll richtete sich Erler an Rätzmann und wollte wissen, wo denn die nicht-öffentliche Sitzung vor den beiden Ausschüssen stattfinden wird. „In der Schule“, so die knappe Antwort des Verwaltungschefs.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare