Nach dem Feuer: Halle im Entsorgungszentrum wieder in Betrieb

Abfall-Anlage ohne Strom

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Die Sortieranlage funktioniert nach dem Brand noch nicht. Der Abfall kann in der Halle jedoch weiterhin verladen werden.

Borg. Die Halle für gewerbliche Abfälle und Sperrmüll im Entsorgungszentrum in Borg ist auch nach dem Brand vom vergangenen Sonnabend weiterhin in Betrieb. Die Sortieranlage dort kann jedoch nicht aktiviert werden, berichtet Betriebsleiter Markus Joseph.

In der Umladeanlage, die von dem Entsorgungsunternehmen Veolia auf dem Gelände des Entsorgungszentrums betrieben wird, war am Sonnabend das Feuer durch eine Selbstentzündung entstanden. Davon gehen die Brandermittler der Polizei aus.

Markus Joseph vermutet, dass sich in dem Bereich der gewerblichen Abfälle und des Sperrmülls Ölspuren oder andere Stoffe befanden, die sich bei den hohen Temperaturen stark erhitzten und somit das Feuer auslösten. Die Stromzufuhr habe durch die Flammen in der Halle eine Temperatur von 400 Grad Celsius erreicht, so dass die Stromversorgung zusammengebrochen sei. Zum Herunterkühlen seien die elektrisch betriebenen Hallentore gewaltsam geöffnet worden. Alle Arbeiten, für die Strom benötigt wird, können zunächst in der Halle nicht ausgeführt werden, erklärt der Leiter des Entsorgungszentrums, der von seinen Mitarbeitern am Sonnabend hinzugerufen wurde und den Einsatzkräften der Feuerwehr Schützenhilfe geleistet habe. Somit sind die Förderbänder außer Betrieb, und auch drei neue Hallentore werden nun benötigt.

„Es ist alles gereinigt, und alle Sicherheitsmaßnahmen wurden durchgeführt“, sagt Markus Joseph. Gestern wurde schon regelmäßig weiter Abfall von der Müllabfuhr angeliefert, der in die 1800 Quadratmeter großen Halle gebracht wurde. Normalerweise wird der Abfall nach der Sortierung in Fernzügen nach Helmstedt gebracht. Diese Sortierung kann derzeit jedoch nicht stattfinden.

Zwei Züge der freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Rosche waren am Sonnabend zum Löschen angerückt (AZ berichtete). Die Polizei schätzte nach dem Feuer den Schaden auf rund 50 000 Euro.

Von Diane Baatani

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