Schulausschuss der Samtgemeinde Rosche berät heute über Aus der Grundschul-Außenstelle

Letzte Chance für Standort Stöcken?

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Schule ist aus: Das Schicksal der Grundschul-Außenstelle in Stöcken entscheidet sich bei der heutigen Schulausschusssitzung der Samtgemeinde Rosche.

Stöcken/Rosche. Die Außenstelle der Roscher Grundschule in Stöcken steht im Fokus des Schulausschusses der Samtgemeinde Rosche heute Abend um 19. 30 Uhr im Rathaus an der Lüchower Straße.

Eigentlich sollte das Schicksal des Gebäudes schon längst besiegelt sein, doch das beherzte Eingreifen einer Gruppe von Eltern verhinderte, dass der Samtgemeinderat der Schließung des Standortes zustimmte. Sonja Jendrosch und Uta Rosenfeld sind Mütter von Kindern, die im nächsten Jahr in der Stöckener Außenstelle eingeschult werden. Mit ihrer Elternumfrage scharten sie einige Mitstreiter um sich und traten bei der Ratssitzung geschlossen auf. Das Resultat: Das Gremium setzte die Integration der Stöckener Außenstelle ab – zur weiteren Beratung in den Schulausschuss.

„Nun wird es im folgenden mehr um einen inhaltlichen Austausch gehen“, freut sich Uta Rosenfeld. Schon bei der Sitzung des Samtgemeinderates stellte sie Fragen in den Raum, die seitens der Verwaltung und Poltitik nicht eindeutig beantwortet werden konnten. „Welche Bedeutung hätte die Schließung auf struktureller Ebene bezüglich der Dorfentwicklung?“, wollte sie wissen und sie fragte nach „zwingenden organisatorischen Problemen“ und „pädagogischen Beweggründen“. Fragen, auf die es keine eindeutigen Antworten gab.

Eindeutig hingegen sind die Zahlen der Kinder, die in Oetzen geboren wurden. 2008 waren es zehn, 2009 nur noch vier. Der Jahrgang 2010 sticht mit 15 Kindern hervor, 2012 waren es sechs und in diesem Jahr bis Oktober fünf. „Die durchschnittliche Kinderzahl in den betroffenen Ortschaften liegt bei elf Kindern pro Jahr“, sagt Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann.

Die durchschnittliche Geburtenzahl der letzten sieben Jahre betrug im Bereich der Samtgemeinde Rosche 48 Kinder pro Jahrgang. „Diese 48 Kinder werden bisher an vier Grundschulstandorten unterrichtet“, schildert der Verwaltungschef.

Rosches Schulleiterin Susanne Prehm betont schon im Vorfeld der Sitzung heute Abend, dass die Einrichtung in Stöcken keine eigenständige Schule sei, sondern eben nur „eine Außenstelle der Grundschule Rosche“ – zwei Klassenräume außerhalb des Hauptstandortes. „Die Rätzlinger fahren fünf Kilometer nach Stöcken oder fünf Kilometer nach Rosche“, sagt Prehm mit Blick auf die Entfernungen.

Zurzeit besuchen 25 Schüler die erste und zweite Klasse im Stöckener Gebäude. „Hätten wir nur einen Schüler weniger, dann müssten wir eine Kombiklasse bilden“, erklärt die Schulleiterin. Dann gäbe es auch nur noch eine Lehrkraft für den Standort.

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