Empfang der Gemeinde Suhlendorf: Straßenausbau fast beendet, Frust über Sparkassen-Schließung

Letzte Arbeiten an der Busspur

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Auf der Straße „Am alten Wehrturm“ in Suhlendorf hat die Gemeinde auf eigene Kosten eine Querungshilfe bauen lassen. Im Hintergrund sind letzte Arbeiten an der Busspur zu sehen. Darum ging es jetzt beim Neujahrsempfang der Gemeinde.

Nestau/Suhlendorf. Der Ausbau der L 265 in der Suhlendorfer Ortsdurchfahrt ist beendet, letzte Arbeiten laufen derzeit an der Busspur der Straße „Am alten Wehrturm“.

Hans-Heinrich Weichsel

Und so zog Bürgermeister Hans-Heinrich Weichsel (CDU) jetzt ein rundum positives Fazit der millionenschweren Baumaßnahme, die zum Teil durch Mittel der Dorferneuerung finanziert wurde. „Nach meiner Auffassung ist es gut gelungen“, sagte er beim Neujahrsempfang der Gemeinde Suhlendorf in Nestau, zu dem mehr als 120 Bürger kamen. „Herzlichen Glückwunsch zur Ortsdurchfahrt“, sagte auch Landrat Heiko Blume in seinem Grußwort.

Wie berichtet, hat das Land die neue Fahrbahn der L 265 finanziert. Die Gemeinde kam unter anderem für den Bau von Regenwasserkanälen, Bürgersteigen und Parkplätzen auf. „Alle Bereiche wurden barrierefrei ausgebaut“, freute sich Weichsel. Auch zwei Querungshilfen – eine nahe der Einmündung der Schulstraße, die andere auf der Straße „Am alten Wehrturm“ – hat die Gemeinde auf eigene Kosten bauen lassen. „Das haben wir uns gegönnt, das Ergebnis ist gut“, meinte Weichsel. Ein Zebrastreifen sei hingegen wegen der zu geringen Verkehrszahlen rechtlich nicht möglich gewesen. Voraussichtlich Ende Januar soll der Umbau der Busspur abgeschlossen sein.

In diesem Jahr geht die Dorferneuerung mit dem Ausbau der Güstauer und Salzwedeler Straße – inklusive der Erneuerung der Regenwasserkanäle – weiter. „Wir hoffen, dass die Arbeiten Ende März beginnen können“, erklärte der Bürgermeister.

Weniger erfreulich war indes ein weiteres Thema, das er ansprach: Mitte Februar wird die Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg ihre Suhlendorfer Filiale schließen. „Das ist bitter für eine Region, die ohnehin strukturschwach ist“, sagte Weichsel und kündigte an, über die geplante Schließung noch einmal mit Vorstandschef Dirk Köhler sprechen zu wollen. Weichsel appellierte an die Sparkasse, dauerhaft einen Geldautomaten in Suhlendorf aufzustellen. „Das würde den Bürgern in den nächsten Jahren schon sehr helfen“, meinte er.

Positiv gestaltet sich unterdessen die Haushaltslage der Gemeinde. Nach vorläufigen Zahlen werde das Jahr 2017 mit einem Überschuss von rund 80 000 Euro abschließen, so Weichsel. Für 2018 erwartet er ein Plus von etwa 200 000 Euro. Gestiegen ist dagegen die Verschuldung der Gemeinde. Durch die Aufnahme von Krediten für die Dorferneuerung summieren sich die Verbindlichkeiten nunmehr auf fünf Millionen Euro. „Das ist aber gut angelegtes Geld, weil wir unser Dorfbild damit zu tausend Prozent verschönert haben“, betonte Weichsel.

Von Bernd Schossadowski

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