Zwei angehende Allgemeinmediziner wollen neues Gesundheitszentrum bauen

Eine Landarztpraxis für Rosche

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Auf diesem Grundstück an der Bundesstraße 493 in Rosche soll die Landarztpraxis im kommenden Jahr gebaut werden.

Rosche. Die Grundversorgung im ländlichen Raum nimmt immer mehr ab. Banken und Sparkassen schließen ihre Filialen, Arztpraxen machen dicht, weil sich kein Nachfolger findet. Ein anderer Weg zeichnet sich hingegen in Rosche ab.

Dort will der 35-jährige Michael Witte gemeinsam mit seiner ein Jahr jüngeren Lebensgefährtin Violetta Zabell eine Landarztpraxis aufbauen.

Beide absolvieren derzeit ihre Ausbildung zu Allgemeinmedizinern. Auf einem unbebauten Grundstück an der Bundesstraße 493 wollen sie 2019 ein modernes Gesundheitszentrum errichten, mit dem die medizinische Versorgung Rosches auf Jahrzehnte hinaus gesichert sein soll.

„Für mich gibt es eine familiäre Verpflichtung“, erklärt Michael Witte. Denn sein Vater Dr. Bernhard Witte hatte viele Jahre lang in seiner Praxis an der Lönsstraße in Rosche als Allgemeinmediziner gearbeitet. Ende 2016 erkrankte er jedoch schwer und starb im September vergang-enen Jahres. Der Arztpraxis drohte damit das Aus.

Michael Witte

Doch gemeinsam mit Dr. Gernot Hoffheinz fanden Michael Witte und Violetta Zabell eine kreative Lösung: Allgemeinmediziner Hoffheinz, der schon seit mehreren Jahren im Ruhestand war, sprang im Dezember 2016 vertretungsweise in der Praxis ein und führt diese seit dem 1. Juni 2017 unter seinem Namen. Der inzwischen 71-Jährige wird sie so lange leiten, bis seine beiden Nachfolger ihre Facharztausbildungen beendet haben. Das wird bei Violette Zabell Mitte bis Ende 2021 der Fall sein, bei Michael Witte voraussichtlich 2022.

Das geplante Gesundheitszentrum an der B 493 soll eine Nutzfläche von 200 Quadratmetern haben und Ende 2019 eröffnet werden. Für den Bau hat die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region Uelzen bereits umfangreiche Fördermittel bewilligt.

Von Bernd Schossadowski

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