Die Roder im Landkreis rollen: Kartoffelbauern beklagen niedrige Erzeugerpreise

Knollen bringen wenig Geld

+
Steckt bereits mitten in der Kartoffelernte: Harald Meyer. Die Erträge sind gut, doch die Erzeugerpreise niedrig, sagt der Landwirt aus Nateln.

Nateln/Landkreis. Harald Meyers Blick wandert dieser Tage immer wieder gen Himmel: Der Landwirt zieht bei jeder regenfreien Minute mit dem Roder auf die Felder, um „Agila“ und ihre früh wachsenden Kollegen ans Tageslicht zu befördern.

Doch das gestaltet sich derzeit alles andere als einfach: „Es geht sehr schleppend voran wegen der Witterung“, bedauert Meyer, der zwei Betriebe in Nateln und Hanstedt II bewirtschaftet. Immer wieder müssen seine Helfer pausieren. Bei Regen kann nicht geerntet werden, denn wird die Knolle feucht, wird sie anfällig für Fäulnis.

Etwa die Hälfte der Kartoffelanbauer im Landkreis, schätzt Kreislandwirt Thorsten Riggert, hat bereits mit der Ernte von Früh- und Stärkekartoffeln begonnen. Der Ertrag ist „durchschnittlich“, da stimmen Riggert und Meyer überein. Sorgen bereitet beiden dagegen, dass die Nachfrage dem nicht entspricht.

In der Folge liegt der Erzeugerpreis niedrig.

Von Anna Petersen

Mehr zu den Erzeugerpreisen lesen Sie am Montag in der digitalen und in der gedruckten AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare