Bauarbeiten auf Deponiegelände haben begonnen

Klimafreundliche Abfallentsorgung in Borg

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Der Landkreis Uelzen hat für das Projekt „Klimafreundliche Abfallentsorgung“ weitere rund 112.000 Euro Fördergelder erhalten.

Landkreis / Borg – Um das durch abgelagerte Abfälle entstandene und derzeit dort noch vorhandene Restgaspotenzial der Deponie Borg zu ermitteln, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises Uelzen bereits während der Jahre 2016 und 2017 mithilfe entsprechender Fördergelder eine sogenannte „Potenzialanalyse“ durchgeführt.

Anschließend wurden auf der Grundlage dieser Analyse konkrete Maßnahmen entwickelt und geplant, mit deren Hilfe die Nutzung des vorgefundenen Gasaufkommens ermöglicht und damit ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann. .

Weitere Fördergelder von rund 112.000 Euro

Inzwischen hat das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz im Rahmen des Programms „Klimafreundliche Abfallentsorgung – Einsatz geeigneter Technologien zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien“ auf Antrag des Landkreises Uelzen weitere rund 112.000 Euro Fördergelder zur Umsetzung dieser konkreten investiven Maßnahmen bewilligt.

Die entsprechenden Bauarbeiten auf dem Deponiegelände haben bereits begonnen. „Diese Maßnahmen führen nicht nur dazu, dass der Abfallwirtschaftsbetrieb mehr Gas verstromen und dadurch weitere Kosten für den Betrieb des Entsorgungszentrums einsparen kann, sondern auch dazu, dass sich der sogenannte Nachsorgezeitraum verkürzt beziehungsweise der Termin für den Abschluss der Deponie deutlich früher liegen wird, was ebenfalls zu nicht unerheblichen Kosteneinsparungen führt“, erklärt Christina Harms, Betriebsleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebes.

Zwei neue Gasbrunnen und Monitoring

Im Einzelnen werden derzeit folgende Maßnahmen umgesetzt:

• Errichtung zweier neuer Gasbrunnen für die gezielte Besaugung unterer Deponieabschnitte einschließlich des Anschlusses der neuen Gasbrunnen an eine gemeinsame Absaugleitung.

• Einbindung und Anschluss vertikaler Gasbrunnen in das bestehende Gasfassungssystem über die Optimierung des bestehenden Gassammelbalkens.

• Errichtung und Einbindung eines Zwischenspeichers für den optimalen Absaugbetrieb.

• Permanente Überwachung und Monitoring der Gesamtmaßnahme durch geschultes Personal.

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