Suhlendorf verabschiedet positiven Haushalt – Verlustvorträge von 2,1 Millionen Euro

Investieren in Straßenausbau

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Die Salzwedeler Straße in Suhlendorf will die Gemeinde im nächsten Jahr samt Sanierung des Regenwasserkanals für 250 000 Euro ausbauen. 2015 sollen drei weitere Straßen folgen.

Suhlendorf. Sichtliche Freude und Genugtuung bei den Mitgliedern des Suhlendorfer Gemeinderates, als sie im Gasthaus Wöbse den gemeindlichen Haushaltsplan 2014 einschließlich der Haushaltssatzung verabschiedeten.

Einstimmig gaben sie unter dem Vorsitz von Bürgermeister und Gemeindedirektor Hans-Heinrich Weichsel dem Werk ihren Segen. Sie setzten den Plan im doppischen Ergebnishaushalt bei den ordentlichen Gesamterträgen auf 1 867 100 Euro fest und bei den ordentlichen Gesamtaufwendungen auf 1 841 700 Euro. Damit ist er nicht nur ausgeglichen, sondern weist ein positives Jahresergebnis und somit einen Überschuss von 25 400 Euro aus.

Das erarbeitete Zahlenwerk und die zügige Planvorlage durch die Verwaltung würdigten die Sprecher von CDU, SPD und Grünen in ihren kurzen Statements ebenso wie die gute Zusammenarbeit innerhalb der Fraktionen und mit der Verwaltung.

„In diesem Haushalt haben wir den Schwerpunkt eindeutig auf den Straßenbau gelegt und haben dafür bereits auch die Weichen für 2015 gestellt“, erläuterte Weichsel. So sollen in beiden Haushaltsjahren insgesamt Investitionen für den Straßenbau in Höhe von 775 000 Euro vorgenommen werden – alle im Ortsteil Suhlendorf. Dort soll zunächst 2014 die Salzwedeler Straße (250 000 Euro inklusive Sanierung Regenwasserkanal) ausgebaut werden. Die Anliegerbeiträge werden voraussichtlich 80 000 Euro betragen. Die für das Jahr 2015 geplanten und als Verpflichtungsermächtigungen bereits im Haushalt 2014 in Höhe von 525 000 Euro verankerten Straßenbaumaßnahmen betreffen die Gartenstraße (150 000 Euro), die Billungstraße (125 000 Euro) und die Güstauer Straße (250 000 Euro).

An sogenannten freiwilligen Ausgaben sieht der Haushalt 2014 unter anderem 25 000 Euro für das Jugendzentrum vor und 20 000 Euro an Zuschuss für den Museumsverein als ehrenamtlichen Betreiber des Handwerksmuseums.

An Steuereinnahmen erwartet die Gemeinde 1,67 Millionen Euro – unter anderem aus Grundsteuern, Gewerbesteuern und gemeindeanteiligen Einkommenssteuern. Diesen geplanten Einnahmen stehen aber unter anderem die Transfer-„Ausgabebrocken“ Kreisumlage und Samtgemeindeumlage gegenüber, die im Kommunalen Finanzausgleich an die beiden übergeordneten Verwaltungsebenen geleitet werden müssen. Hinzu kommt eine Gewerbesteuerumlage. „Der Gemeinde verbleiben in diesem Bereich letztlich nur 421 000 Euro, mit denen wir auskommen müssen und noch einen Überschuss von 25 400 Euro erwirtschaften wollen“, sagte der Bürgermeister und erinnerte daran, dass die finanzielle Situation der Gemeinde trotz der guten Ergebnisse der Vorjahre dennoch hinsichtlich der hohen Verlustvorträge von zurzeit 2,163 Millionen Euro weiterhin als äußerst angespannt zu sehen sei.

Von Jochen Frenz

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