Oberschulen im Landkreis profitieren von Sozialpädagogen / Rosche auf der Suche nach neuer Kraft

Hilfe nicht nur für Hauptschüler

Hilfe für alle: An den Oberschulen – wie hier in Rosche – unterstützen Sozialpädagogen die Haupt- und Realschüler beim Übergang von der Schule in das Berufsleben. Archivfoto: Ph. Schulze

Rosche/Ebstorf/Suderburg/Bad Bodenteich. Die Oberschule in Rosche sucht nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für ihre Sozialpädagogin Susanne Peter.

Von dem, was seit 2003 allen Hauptschulen zugesichert wurde, profitieren die vier Oberschulen im Landkreis Uelzen inzwischen. In Rosche, Suderburg, Ebstorf und in Bad Bodenteich gibt es eine Sozialpädagogin. Eigentlich nur für Hauptschulen gedacht, können nun auch die Realschüler der Oberschulen diese Hilfe in Anspruch nehmen.

„Die Schulpädagogin hat 30 Stunden in der Woche zur Verfügung“, erklärt Rosches Schulleiter Rolf Seidler. Bis zum 30. Mai ist Susanne Peter noch in Rosche, dann verabschiedet sie sich, weil sie woanders eine volle Stelle bekommt. „Der Schule stehen 26 000 Euro pro Schuljahr für eine Sozialarbeiterin zur Verfügung“, sagt Seidler. In erster Linie soll die Sozialarbeiterin in der Oberschule den Schülern beim Übergang von der Schule ins Berufsleben helfen. „Sie schreibt beispielsweise Bewerbungen mit den Schülern“, sagt Seidler.

Auch an der Oberschule in Ebstorf gibt es mit Waltraud Sieverling eine Sozialarbeiterin. „30 Stunden für 500 Schüler“, sagt Schulleiter Jörg-Dietrich Kaufmann, „eigentlich wünschen wir uns die doppelte Zeit.“ Die Tätigkeit der Sozialarbeiterin ist laut Kaufmann sehr vielschichtig. Ihr Haupteinsatzgebiet sind allerdings die Hauptschulklassen. Dort seien die Probleme durch sozial schwache Familien größer. Doch natürlich ist sie auch für Realschüler tätig. In Ebstorf liegt der Schwerpunkt auf der Berufsorientierung und der Übergang von der Schule in das Berufsleben. Doch bei Konfliktfällen zwischen Eltern und Schülern greifen die Sozialarbeiter auch ein.

„Die Sozialarbeiter sind ein Instrument, das fantastisch ist“, sagt Kaufmann. Schüler öffnen sich eher Waltraud Sieverling als beispielsweise einem Lehrer. „Wir haben zwar auch einen Beratungslehrer, aber mit der Sozialarbeiterin werden offenere Gespräche seitens der Schüler geführt“, weiß Ebstorfs Oberschulleiter. Schließlich geben die Lehrer Zensuren, die Sozialarbeiter aber nicht. Doch legen sie auch Konsequenz an den Tag: „Die Spielregeln müssen von beiden Seiten eingehalten werden“, betont Kaufmann.

Auch in Bad Bodenteich und Suderburg unterstützen jeweils eine Sozialarbeiterin die Lehrer bei der Arbeit.

Für die Stelle des Sozialarbeiters in Rosche liegen bereits die ersten Bewerbungen beim Landkreis, weiß Rolf Seidler. Er wünscht sich möglichst einen nahtlosen Übergang.

Von Jörn Nolting

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