1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Rosche

Sprengung durch Kampfmittelräumdienst / Polizei ermittelt

Erstellt:

Von: Lars Becker

Kommentare

Sechs Handgranaten in einem Karton
Sechs Handgranaten in einem Karton: So stellte sich die Auffindesituation Donnerstag in Rosche dar. © Privat

Passanten werden auf einen kleinen Karton am Straßenrand aufmerksam. Darin entdecken sie zum Teil verrostete Handgranaten.

Rosche – Weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit haben mehrere Fachkräfte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) Niedersachsen am frühen Donnerstagabend auf einer abgelegenen Wiese in Rosche mehrere Handgranaten per Sprengung unschädlich gemacht. Das bestätigte Polizeisprecherin Julia Westerhoff gestern Mittag auf AZ-Anfrage.

Bereits vormittags sei einem Passanten im Bereich der Deponiestraße ein kleinerer Karton am Straßenrand aufgefallen. Beim Blick hinein habe der Zeuge dann die kugelförmigen oder ovalen, teilweise verrosteten und mit Lehm überzogenen Granaten entdeckt und umgehend die Polizei informiert. Beamte der Polizeistation Rosche sperrten den Fundbereich ab, parallel wurden sowohl das Ordnungsamt der Samtgemeinde Rosche als auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst eingeschaltet. Die Auswertung von Fotos führte bei den Fachleuten schnell zur sicheren Annahme, dass es sich um Handgranaten handelte. Deshalb machten diese sich auf den Weg von Hannover nach Rosche, um den ungewöhnlichen Fund näher zu begutachten. Im Ergebnis entschied sich der KBD dazu, mindestens zwei der Granaten zu sprengen.

Wie Rosches Samtgemeindebürgermeister Michael Widdecke erklärte, sei das gegen 19 Uhr im Roscher Außenbereich auf einer privaten Gründlandfläche passiert, nachdem der Eigentümer sein Einverständnis gegeben habe.

Die Polizei ermittelt nun, wie der Karton mit dem explosiven Fund an die Deponiestraße gekommen ist. Möglicherweise waren die Handgranaten ausgegraben und dann in dem Karton dort abgestellt worden.

Auch interessant

Kommentare