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Grundschulen loben Ausstattung mit digitalen Medien

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Von: Bernd Schossadowski

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Einsatz von Active Boards in Klassenräumen
Kerstin Kauffel, Medienbeauftragte der Grundschule Suhlendorf, erläuterte dem Schulausschuss der Samtgemeinde Rosche den Einsatz von Active Boards in den Klassenräumen. © Schossadowski, Bernd

Die Zeit grüner Tafeln, weißer Kreide und nasser Schwämme ist in den Grundschulen Rosche und Suhlendorf endgültig vorbei. Stattdessen setzen beide Schulen auf elektronische Medien, die die Samtgemeinde aus Mitteln des Digital-Pakts angeschafft hat

Rosche/Suhlendorf - „Bei uns dienen die Kreidetafeln eigentlich nur noch als Präsentationsfläche. Darauf sind zum Beispiel Referatsblätter befestigt“, berichtete die Roscher Schulleiterin Susanne Prehm jetzt im Schulausschuss der Samtgemeinde. Und auch in Suhlendorf sind die Kreidetafeln nur noch ein dekoratives Element.

„Wir haben für jeden Klassenraum ein Active Board bekommen. Es wird im täglichen Unterricht sehr viel genutzt“, schilderte Kerstin Kauffel, Medienbeauftragte der Grundschule Suhlendorf, in der Ausschuss-Sitzung. Die interaktiven digitalen Tafeln sind mit einem Computer verbunden und bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Auf ihnen können zum Beispiel Bilder und Arbeitsblätter angezeigt sowie Videos abgespielt werden – und zwar in ausgezeichneter Bildqualität. Im Mathematik-Unterricht lassen sich geometrische Formen auf den Active Boards plastisch darstellen. „Wir wollen den Kindern die Möglichkeit geben, das Lernen mit den Händen zu erfahren“, erklärte Kauffel.

Außerdem hat die Suhlendorfer Schule iPads bekommen. „Sie werden von den Kindern hauptsächlich in der Freiarbeit zum Trainieren ihrer Fähigkeiten genutzt“, sagte Kauffel. Der Vorteil: Die darauf installierten Programme funktionieren auch zu Hause. Angeschafft wurden auch Laptops und Tablets als Lehrer-Endgeräte.

Active Boards sind

„großartige Sache“

„Wir sind dankbar, dass unsere Schule so gut ausgestattet ist. Das ist wirklich nicht selbstverständlich“, sagte Kerstin Kauffel mit Blick auf die Anschaffungen durch die Samtgemeinde Rosche. Dem schloss sich Susanne Prehm an. Die Active Boards seien „eine großartige Sache, die nicht nur den Kindern Spaß macht, sondern auch uns als Lehrern große Möglichkeiten eröffnet“. Auch die Roscher Grundschule wurde mit iPads ausgestattet. Diese werden von den Schülern unter anderem zum Fotografieren und Drehen von Videos genutzt.

Prehm dankte der Samtgemeinde für die Bereitstellung der digitalen Medien. „Wir hatten in den vergangenen Monaten viele Lehrkräfte zu Besuch an unserer Schule, die voller Neid auf uns geblickt haben“, verriet Prehm. Jetzt wünscht sie sich, dass die Schule endlich ans Glasfasernetz angeschlossen wird. „Wir haben hier nämlich sehr langsames WLAN.“

Widdecke sieht das

Land in der Pflicht

Auch Kerstin Kauffel hatte ein Anliegen. Weil die Betreuung der digitalen Medien durch die Lehrkräfte sehr zeitintensiv sei, wünscht sie sich einen Ansprechpartner in der Roscher Verwaltung, der beim Einrichten und Management der Geräte in ihrer Schule hilft.

Das sei aber nicht die Aufgabe der Samtgemeinde, antwortete Verwaltungschef Michael Widdecke. „Das Land ist in der Pflicht, dafür Personalstunden und Gelder bereitzustellen“, betonte er. Zwar habe es Fördermittel für die Anschaffung der digitalen Geräte gegeben, doch die technische Betreuung werde den Kommunen überlassen. „Das Land lässt uns hier ganz schön allein – und wir bleiben auf den Kosten sitzen“, lautete Widdeckes Fazit.

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