Eine Zentrale für vier Wehren

Gerätehaus für 1,4 Millionen Euro in der Gemeinde Oetzen geplant

Das Gerätehaus in Stöcken ist eines von vier Feuerwehrgebäuden in der Gemeinde Oetzen, das nicht mehr den Anforderungen genügt.  Es wird ein Funktionsbau, sagt Michael Widdecke. Friedrich-Christoph Flasche bedauert, dass es keine Förderung gibt.
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Das Gerätehaus in Stöcken ist eines von vier Feuerwehrgebäuden in der Gemeinde Oetzen, das nicht mehr den Anforderungen genügt.  Es wird ein Funktionsbau, sagt Michael Widdecke. Friedrich-Christoph Flasche bedauert, dass es keine Förderung gibt.

Stoetze – Seit Jahren schon arbeiten die Feuerwehren der Gemeinde Oetzen (Jarlitz, Stöcken, Oetzen und Süttorf-Dörmte) eng zusammen, kooperieren bei Übungen sowie Einsätzen und bilden in der Samtgemeinde Rosche den Feuerwehrzug Nord-West.

Eine weitere „Gemeinsamkeit“ sind die in die Jahre gekommenen vier Gerätehäuser.

Die kleinen Altbauten entsprechen nicht mehr modernen feuerwehrtechnischen Anforderungen. Ein zentral gelegenes Feuerwehrhaus ist schon länger Wunsch der vier Ortswehren. Und diesem ist man jetzt ein gewaltiges Stück nähergekommen.

Auf seiner Sitzung am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Stoetze sprach sich der sieben Köpfe zählende Samtgemeinde-Feuerwehrausschuss einstimmig für einen Neubau aus und wird dies dem Samtgemeinderat als Empfehlung unterbreiten.

„Es wird die größte Investition in meiner Karriere als Ausschuss-Vorsitzender“, kommentierte Friedrich-Christoph Flasche das abgesegnete Vorhaben. „Mit der heutigen Entscheidung kommen wir in die Planungsendphase.“ Rund 1,4 Millionen Euro wird das Gebäude kosten. „Leider sind Förderungsanträge abschlägig beschieden worden“, bedauerte Flasche die Ablehnung der zuständigen Entscheidungsträger.

Im Norden von Stöcken soll nun eine Zentrale für vier Wehren entstehen.

Samtgemeindebürgermeister Michael Widdecke stellte dem Ausschuss, anwesenden Feuerwehrleuten und Zuhörern das Bauvorhaben vor, das auf einem Grundstück im nördlichen Bereich von Stöcken errichtet werden soll. Neben einem großen Fahrzeughallentrakt mit vier Rolltoren werden ein Ausbildungs- und Versammlungsraum, eine Werkstatt, ein Büro für die Ortsbrandmeister, moderne Umkleiden, Duschen und Toiletten auf etwas mehr als 500 Quadratmeter Nutzfläche untergebracht. Die Halle erhält ein Pultdach, während für den Sozialtrakt ein Flachdach vorgesehen ist. „Es wird ein Funktionsgebäude ohne Schnickschnack“, beschrieb Widdecke das in Industriebauweise zu erstellende Gebäude mit einem Holzrahmenbau im Sozialbereich.

Als Ausschussmitglied unterstrich Oetzens Bürgermeister Bernd Burmester die Notwendigkeit des Neubaus. „Alle Gerätehauser sind eigentlich abgängig. Es gibt keine Alternative. Die infrastrukturelle Lage des Grundstückes ist ein weiteres Plus für den Neubau.“ Burmester bedankte sich abschließend bei allen, die sich bisher für den geplanten Neubau eingesetzt haben.

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