Er wird Nachfolger des verstorbenen Harald Dammann

Gemeinderat Rätzlingen hat gewählt: Uwe Burmester ist Bürgermeister

Gratulation mit Faust und Arm statt Handschlag: Rätzlingens neuer Bürgermeister Uwe Burmester (Mitte) mit Gemeindedirektor Michael Widdecke (links) und dem kommissarischen Ratsvorsitzenden Christoph Basedau.
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Gratulation mit Faust und Arm statt Handschlag: Rätzlingens neuer Bürgermeister Uwe Burmester (Mitte) mit Gemeindedirektor Michael Widdecke (links) und dem kommissarischen Ratsvorsitzenden Christoph Basedau.

Rätzlingen – „Das ist eine große Ehre für mich“, sagte Uwe Burmester, und die Freude war ihm deutlich anzusehen. Einstimmig hat der Gemeinderat ihn jetzt zum neuen Bürgermeister von Rätzlingen gewählt. Burmester war der einzige Bewerber.

Er folgt auf Harald Dammann, der am 24. Juni im Alter von 67 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben war (AZ berichtete).

Zudem wurde der parteilose Burmester, der wie alle Ratsmitglieder der Wählergemeinschaft Rätzlingen (WGR) angehört, zum Vize-Gemeindedirektor und damit zum Stellvertreter von Verwaltungschef Michael Widdecke sowie zur Ortsvertrauensperson ernannt. Einen Nachrücker für Dammann im Rat gibt es übrigens nicht, denn auf der für die Kommunalwahl 2016 erstellten Wahlliste stehen keine weiteren Kandidaten. Somit umfasst der Gemeinderat künftig nur sechs statt sieben stimmberechtigte Mitglieder.

Burmester ist 57 Jahre alt, Diplom-Techniker für Elektrotechnik und arbeitet bei der Telekom im IT-Bereich. Er ist verheiratet und hat einen 19-jährigen Sohn. Ursprünglich stammt er aus Schmölau (Altmark), lebt aber seit 1997 in Rätzlingen. Dem Gemeinderat gehört er seit Herbst 2006 an.

Für sein neues Amt als Bürgermeister hat sich Burmester mehrere Ziele gesetzt. „Ich möchte etwas für die Jugend im Ort tun“, kündigt er an. Außerdem setzt er auf eine transparente Ratsarbeit. „Gerne informiere ich das Dorf über aktuelle und allgemeine Themen aus Rätzlingen.“ Das Miteinander mit den Menschen ist Burmester sehr wichtig. „Ich hoffe, dass viele Bürger an Veranstaltungen und Festen teilnehmen werden“, erklärt er. Und natürlich möchte er auch nach der nächsten Kommunalwahl im Herbst 2021 politische Akzente in Rätzlingen setzen.

Seinem Vorgänger Harald Dammann, der seit November 2001 Bürgermeister gewesen war, zollt Burmester viel Lob und Dank. „Er war immer hilfsbereit und ansprechbar“, sagt er. Dammann sei überall im Ort sichtbar gewesen – ob als Zuschauer von Fußballspielen des TV Rätzlingen oder auf Veranstaltungen. „Er war wirklich sehr volksnah“, berichtete Burmester. „Und was ganz wichtig war: Er hatte seine eigene Meinung.“

Der Rat würdigte das Engagement des Verstorbenen mit einer Schweigeminute. „Er hat sich viele Jahre in der Gemeinde eingebracht“, sagte Christoph Basedau junior, der die Sitzung kommissarisch leitete. Auch Widdecke erinnerte an Dammanns Wirken. Die Ratssitzung habe einen traurigen Anlass, erklärte er. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell wieder treffen würden.“ VON BERND SCHOSSADOWSKI

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