Bund und Land bezuschussen neue Begegnungsstätte in Stoetze sowie den Freibad-Umbau in Rosche

Geldsegen für zwei Großprojekte

Auf einem Teilstück dieser Fläche im Ortskern von Stoetze soll nach dem Willen des Gemeinderates die Begegnungsstätte für die Dorfgemeinschaft mit integriertem Feuerwehrgerätehaus gebaut werden.
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Auf einem Teilstück dieser Fläche im Ortskern von Stoetze soll nach dem Willen des Gemeinderates die Begegnungsstätte für die Dorfgemeinschaft mit integriertem Feuerwehrgerätehaus gebaut werden.

Stoetze/Rosche. Für die Samtgemeinde Rosche war es eine vorweihnachtliche Überraschung: Das niedersächsische Sozialministerium hat der Kommune kürzlich eine Förderzusage über 660 000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Kleine Städte und Gemeinden“ erteilt.

Das Geld soll in den Jahren 2018 bis 2020 fließen und kann für die barrierefreie Umgestaltung des Roscher Freibades und für den Bau eines kombinierten Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehauses in Stoetze verwendet werden.

Möglicherweise ist das nur die erste Rate einer noch umfangreicheren Förderung. Denn die Samtgemeinde könnte weitere rund 500 000 Euro als Zuschüsse für die beiden Vorhaben bekommen, sofern entsprechende Anträge in den nächsten Jahren ebenfalls bewilligt werden. Über die Aufteilung der Zuwendung auf das Schwimmbad und den Mehrzweckbau muss die Politik aber noch entscheiden.

Beim Stoetzer Gemeinderat sorgte die Mitteilung des Ministeriums jetzt für große Freude. Schon seit Langem wünschen sich die Bürger ein neues Domizil für ihre Feuerwehr, die sehr beengt in einem 60 Jahre alten Gebäude in Groß Malchau untergebracht ist. Auch eine Begegnungsstätte für örtliche Vereine und Verbände fehlt derzeit in der Gemeinde (AZ berichtete).

Die im Förderantrag genannte Summe für das Mehrzweckgebäude beträgt 800 000 Euro, sagte Gemeindedirektor Rolf Musik. Bis zu zwei Drittel der Investitionskosten können bezuschusst werden, also maximal 533 000 Euro. Theoretisch könnte der Bau im nächsten Jahr beginnen. „Für 2017 stehen genügend Rücklagen für diese Investition zur Verfügung, sodass die Gemeinde kein Darlehen aufnehmen müsste. Wie das ab 2018 aussieht, muss man sehen“, erklärte Musik. Es sei auch noch ungewiss, ob die restlichen Zuschüsse gewährt werden.

Als Grundstück für den Neubau schlägt der Rat eine 1,4 Hektar große Freifläche an der Ortsdurchfahrt – neben einer ehemaligen Werkstatt – vor. Für den Mehrzweckbau wird aber nur ein 8000 Quadratmeter großes Teilstück benötigt. Einstimmig beschloss der Rat, dazu Verhandlungen aufzunehmen. „Der Eigentümer ist bereit, das Grundstück an die Gemeinde zu verkaufen“, sagte Bürgermeister Jürgen Klinge (CDU). Alles Weitere werde demnächst in einer nichtöffentlichen Ratssitzung besprochen. Danach soll ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Bau-Entwurfs und einer Kostenberechnung beauftragt werden. Musik rief die Bürger auf, sich aktiv in die Planung einzubringen und Ideen zum Neubau zu äußern.

Damit werde aber kein Luxus geschaffen, versprach Klinge: „Es soll einfach und funktional sein.“ Das betonte auch Thomas Hanschke (CDU). Die maximale Bausumme von 800 000 Euro sei sehr hoch gegriffen. „Es ist nicht unser Ziel, das zu erreichen. Das Gebäude soll praktisch und vernünftig sein, Platz für größere Veranstaltungen schaffen und nicht irgendwelche Schnörkel reinbringen.“

Von Bernd Schossadowski

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