Gemeinde blickt mit Zuversicht auf Glasfaser-Vermarktung / Freude über durchgängige Kinderbetreuung

„Ganz große Chance für Rosche“

+
Rosches Gemeindebürgermeister Michael Widdecke (links), hier mit Rolf Musik, dem allgemeinen Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, blickte beim Neujahrsempfang auf 2017 zurück.

Rosche. Die Gemeinde Roche steht vor einer wichtigen Weichenstellung für die Zukunft. Das unterstrichen die Redner am Montagabend beim Neujahrsempfang im Rathaus.

Denn vor wenigen Tagen hat die Vorvermarktung für das Glasfasernetz im Ausbaugebiet 9, den Gemeinden Rosche und Stoetze, begonnen (AZ berichtete). Bis Ende März müssen dort mindestens 60 Prozent der Haushalte in den unterversorgten Gebieten einen Vorvertrag bei der Firma Lünecom abschließen. „Ich bin optimistisch, dass wir das schaffen“, sagte Rosches Bürgermeister Michael Widdecke. Trotzdem werde es nicht einfach. Die Erfahrung in den anderen Clustern im Kreis Uelzen habe gezeigt, dass am Anfang immer viele Verträge abgegeben werden. Danach komme jedoch eine Durststrecke, bevor zum Schluss die Zahl der Verträge noch einmal deutlich ansteige. Widdecke wünscht sich aber, dass die Vorvermarktung diesmal zügiger verläuft. „Ich hoffe, dass wir in unserem Cluster schon im Februar ordentlich Verträge abgeschlossen haben“, erklärte er. Dafür sei die Arbeit der Multiplikatoren unerlässlich. Diese sollen die Bürger von den Vorzügen des Glasfasernetzes für schnelles Internet überzeugen.

Das unterstrich auch Landrat Dr. Heiko Blume in seinen Grußworten. Gerade für den ländlichen Raum seien Glasfaser-Anschlüsse extrem wichtig. „Ohne vernünftige Breitbandversorgung werden die jungen Menschen dort irgendwann nicht mehr da sein“, warnte Blume. Deshalb sei das geplante Glasfasernetz „eine ganz große Chance für die Gemeinde Rosche“.

Beim Neujahrsempfang stand aber nicht nur der Blick in die Zukunft im Mittelpunkt. Widdecke ließ auch das Jahr 2017 Revue passieren. Erfreut zeigte er sich über die gute finanzielle Entwicklung der Gemeinde. Die Erträge aus der Gewerbesteuer und der Grundsteuer seien ebenso gestiegen wie die Einkommensteuer-Anteile. „Der Grund ist, dass wir nahezu Vollbeschäftigung haben. Wir profitieren von den vielen Arbeitsplätzen, die die Unternehmen geschaffen haben“, sagte Widdecke.

Auch die erfolgreiche Sanierung der Bundesstraße 493 in der Roscher Ortsdurchfahrt stimmte ihn zufrieden. „Die Huckelpiste ist jetzt weg“, blickte er zurück. Jedoch seien die Mängel erst im zweiten Anlauf beseitigt worden.

Positiv fiel Widdeckes Resümee auch hinsichtlich der Kinderbetreuung in der Gemeinde aus. Seit zehn Jahren werde der örtliche Kindergarten vom CJD Göddenstedt betrieben. „Die Eltern sind damit hochzufrieden. Danke an das CJD, ihr macht das super“, lobte der Bürgermeister. Es sei herausragend, dass es innerhalb der Samtgemeinde Rosche eine durchgängige Betreuung von der Krippe über den Kindergarten bis zum Hort gebe. Entsprechend groß sei die Nachfrage: Fast alle Plätze in den drei Einrichtungen seien derzeit belegt.

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare