Saatbau Stoetze blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr zurück / Gesamtumsatz: 16,1 Millionen Euro

Erster Testlauf für Wärmelieferung

Die Wärme in der Roscher Schule kommt spätestens ab nächster Woche von der Biomethananlage. Am Dienstag fand ein erster Testlauf statt. Archivfoto: Ph. Schulze

Stoetze. Die Roscher Schule und das Schwimmbad bekommen demnächst ihre Wärme aus der der neuen Biomethananlage. „Am Dienstag fand ein erster Testlauf statt.

Im Laufe der Woche wird die Leitung stehen“, verkündete Volker Bormann, Geschäftsführer der Saatbau Stoetze, während der Generalversammlung. Mittlerweile sind zwei Generatoren in Betrieb und erzeugen Strom und eben die Wärme. Mitte des nächsten Jahres soll dann die Biogasaufbereitung mit der Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz in Betrieb genommen werden. Damit liegt das Projekt noch voll im Zeitplan.

Doch auch sonst blickt die Saatbau Stoetze auf ein erfolgreiches Jahr zurück, schilderte der Aufsichtsratsvorsitzende Otto Mennerich. Nach einem relativ stabilen Preisverlauf im Vorjahr haben sich die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Geschäftsjahr 2010/2011 positiv entwickelt. Hierfür waren wetterbedingte Ernteausfälle und die verstärkte Nutzung von Ackerflächen zur Produktion von Biokraftstoffen verantwortlich.

Die wachsende Nachfrage durch veränderte Ernährungsgewohnheiten bei gleichzeitig steigender Weltbevölkerung gab der Preisentwicklung eine zusätzliche Dynamik, so der Geschäftsführer Volker Bormann. „Das hat in unserer Genossenschaft dazu geführt, dass sich der Handel mit den landwirtschaftlichen Erzeugnissen unserer Mitglieder überaus positiv entwickelt hat“, fasst er zusammen. Mit einer Erfassungsmenge von gut 35 000 Tonnen Getreide, Kartoffeln und Zwiebeln liegt die Saatbau Stoetze zwar nur 1 Prozent über dem Vorjahr, aber der wertmäßige Umsatz hat sich um 69 Prozent auf 7,3 Millionen Euro erhöht.

Im Geschäftsjahr wurde ein Gesamtumsatz von 16,1 Millionen Euro erzielt – so viel wie noch nie zuvor.

Neben dem klassischen Warengeschäft betreibt die Saatbau zusätzlich noch Nebenbetriebe, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien. So erzeugen zwei Blockheizkraftwerke und eine Photovoltaikanlage Energie aus Biomasse und Sonne. „Auch im Hinblick auf die Beteiligung an der Biomethananlage in Rosche ist das äußerst wichtig“, sagt Bormann.

Volker Hinrichs aus Bankewitz und Martin Bunge aus Groß Malchau wurden in den Vorstand wiedergewählt. Otto Mennerich aus Bankewitz, und Hans-Heinrich Auffarth aus Klein Thondorf wurden im Aufsichtsrat in ihren Ämtern für drei weitere Jahre bestätigt.

Von Jörn Nolting

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