Arbeiten hinken Zeitplan hinterher

Einweihungstermin des neuen Stoetzer Gemeindezentrums noch unbekannt

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So sah es gestern im Inneren des Stoetzer Gemeindezentrums aus. Zurzeit werden die Wände verputzt.

Stoetze – Der Neubau des Gemeindezentrums mit Feuerwehrhaus in Stoetze verzögert sich deutlich. Im April 2018 hatten die Arbeiten begonnen, Anfang November wurde Richtfest gefeiert (AZ berichtete). Doch wann das neue Gebäude bezugsfertig ist, lässt sich noch nicht absehen.

„Wir sind im Zeitplan zurück. Die verlorene Zeit werden wir auch nicht mehr aufholen“, sagte Gemeindedirektor Rolf Musik jetzt in der Sitzung des Stoetzer Rates.

Der Grund für die Verzögerung: Die Handwerkerfirmen sind wegen der guten Baukonjunktur weitgehend ausgelastet. Neue Aufträge können erst mit Verspätung angenommen werden. Allerdings macht der Stoetzer Mehrzweckbau allmählich Fortschritte. Inzwischen haben die Putzarbeiten im Inneren begonnen. „Die Elektro- und Sanitäranschlüsse sind schon fertig“, erklärt Musik.

Außerdem hat der Rat jetzt für fünf weitere Gewerke die Aufträge vergeben: für die Elektro-, Trockenbau-, Maler-, Bodenbelag- und Fliesenarbeiten. Dabei erhielt der jeweils günstigste Anbieter den Zuschlag. Die Gesamtsumme laut Ausschreibungsergebnis beträgt rund 160.000 Euro.

Und so soll es mit dem Bau weitergehen: Sobald die Verputzarbeiten beendet sind, soll der Estrich verlegt werden. Anschließend wird der Trockenbauer kommen, um die Holzdecke im Versammlungssaal und die Schallschutzdecke im Flur einzubauen. Darüber hinaus werden die Fliesen verlegt, gefolgt von den Maler- und Bodenbelagarbeiten. Zum Abschluss ist die Endinstallation der Sanitäranlagen geplant.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Groß Malchau hat mit ihren Eigenarbeiten am Gerätehaus des Multifunktionsgebäudes begonnen. „Die Fallrohre sind bereits angeschlossen, außerdem wurde eine Versickerungsanlage zur Einleitung des Regenwassers gebaut“, schildert Musik. Der nächste Arbeitseinsatz der Wehr ist für Sonnabend, 23. März, vorgesehen.

Einen Termin für den Einzug in den Neubau kann und will Musik nicht nennen. Bis zum Jahresende muss aber alles aber fertig sein. Denn auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates wurde der Mietvertrag für die bisherige Versammlungsstätte, den Jugendraum in Groß Malchau, zum 31. Dezember 2019 gekündigt. Dieses Objekt, das nur rund 40 Quadratmeter groß ist und nicht mehr modernen Ansprüchen genügt, gehört der Telekom.

Unterdessen steht die Gründung eines Dörfergemeinschaftsvereins in Stoetze kurz bevor. Diesem soll die Bewirtschaftung, Unterhaltung und der Betrieb des Gemeindezentrums übertragen werden. „Das Ziel ist, dass der Verein dort Veranstaltungen initiiert und die Menschen zusammenbringt“, fasst Musik zusammen.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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