Innenausbau im Roscher Freibad geht weiter / Arbeiten an Kläranlage ruhen

Drei Roscher Bauprojekte nehmen Gestalt an

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So sieht der Rohbau des neuen Freibad-Gebäudes in Rosche aus. Im Inneren werden derzeit die Toiletten installiert. Die Samtgemeinde hofft, den Neubau zum Start der Badesaison im Mai eröffnen zu können.

Rosche/Stoetze – Draußen herrscht klirrende Kälte, doch im Inneren des neuen Gebäudes im Roscher Freibad ist es gut auszuhalten. Dort werkelt Frederik Burow, Mitarbeiter einer Haustechnikfirma aus Bergen (Landkreis Celle), gestern fleißig im Toilettentrakt.

Zunächst baut er die Gestelle für die Urinale ein, dann installiert er die Wasserleitungen in Form von Kupferrohren. „Die müssen wir nachts aber wegschließen, damit sie nicht gestohlen werden“, erklärt Burow.

Der barrierefreie Umbau des Roscher Freibades macht deutliche Fortschritte. Es ist aber nur eine von drei millionenschweren Baumaßnahmen, die die Samtgemeinde Rosche zurzeit in Angriff nimmt (AZ berichtete).

Ein weiteres Projekt ist die neue Klärschlamm-Vererdungsanlage in Rosche. Die Becken sind bereits mit Schilf bepflanzt, der Schlamm wird aber erst im Frühjahr eingeleitet.

Auch die neue Klärschlamm-Vererdungsanlage in Rosche und der Bau eines Dorfgemeinschaftszentrums samt Feuerwehrtrakt – in Kooperation mit der Gemeinde Stoetze – nehmen Gestalt an. Und so ist Rolf Musik, Vize-Verwaltungschef der Samtgemeinde, mit dem Stand der Arbeiten auch zufrieden. Allerdings gibt es auf der Baustelle des Mehrzweckgebäudes in Stoetze aktuell eine witterungsbedingte Pause.

„Der Rohbau ist fast fertig, es fehlt noch die letzte Dacheindeckung“, schildert Musik. Die Verklinkerung der Fassade ist ebenfalls beendet. Als Nächstes werden die Fenster eingebaut, zudem sind Elektrik- und Sanitärarbeiten geplant. „Wir wollen im Juni fertig werden“, sagt Musik.

Auch an der Roscher Kläranlage ruhen derzeit die Arbeiten aus Witterungsgründen. In den drei Vererdungsbecken sind bereits kleine Schilfpflanzen im Wasser erkennbar. Sie sollen später dafür sorgen, den Schlamm auf natürliche Weise zu entwässern.

„Das Pflanzenwachstum wird Ende März, Anfang April beginnen. Danach werden wir den gesamten Klärschlamm einbringen und die Anlage voll in Betrieb nehmen“, blickt Musik voraus.

Die Einweihung mit einem Tag der offenen Tür ist fürs Frühjahr geplant. Bis Juli soll dann auch die energetische und technische Umrüstung der Kläranlage abgeschlossen sein. Dort werden unter anderem der Rechen erneuert und der Sandfang umgebaut.

Keinen Baustopp wegen des Frosts gibt es indes im Roscher Freibad. Zuletzt wurden im Rohbau – er dient als Kassen- und Eingangsgebäude sowie Umkleide- und Sanitärtrakt – die Fensterrahmen eingesetzt. Auch der Toiletten-Einbau hat begonnen.

Die Fassaden des Neubaus sollen mit Zementfaserplatten verkleidet werden. „Unser Ziel ist, das Gebäude zum Beginn der Badesaison zu eröffnen. Das sieht noch relativ gut aus“, meint Musik. Sollte das nicht klappen, sei der Badebetrieb ab Mai aber sichergestellt, denn das Altgebäude mit den Umkleiden und WCs bleibe so lange stehen.

Unterdessen fühlt sich Frederik Burow durch die eisigen Temperaturen nicht beeinträchtigt. „Wenn es uns zu kalt wird, können wir uns im Heizungsraum aufwärmen“, erzählt der Handwerker. „Die Heizung läuft ja schon.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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