Mehr Sicherheit vor Baumunfällen

B 493 zwischen Rätzlingen und Oldenstadt erhält ab Montag Schutzplanken

Schutzplanken auf der B493 zwischen Rätzlingen und Rosche
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Ende 2018 waren auf der Bundesstraße 493 zwischen Rätzlingen und Rosche beidseitig Schutzplanken angebracht worden. Ab dem 17. Januar sollen nun zwischen Rätzlingen und Oldenstadt sowie zwischen dem Abzweig nach Molbath und dem Ortseingang von Rosche weitere Planken installiert werden.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Vor drei Jahren wurden Schutzplanken rechts und links der Fahrbahn auf der B 493 vom Ortsausgang von Rätzlingen in Richtung Rosche auf 2,5 Kilometern Länge angebracht (AZ berichtete). Ab Montag, 17. Januar, sollen nun zwei weitere Abschnitte der Bundesstraße beidseitig mit Planken bestückt werden. 

Rätzlingen/Rosche - Konkret geht es um ein rund 4,5 Kilometer langes Teilstück zwischen der Einmündung der B 493 in die B 191 bei Oldenstadt und dem Ortseingang von Rätzlingen. Außerdem soll zwischen dem Abzweig nach Molbath und dem Ortseingang von Rosche auf etwa 1,6 Kilometern Länge ein Lückenschluss erfolgen. „Dieser Teil der B 493 war im Jahr 2018 von der Nachrüstung der Schutzplanken ausgenommen“, berichtet Ute Hülsewig vom Geschäftsbereich Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr .

Der Hintergrund der Aktion ist das seit 2017 laufende bundesweite Programm zur „Nachrüstung von passiven Schutzeinrichtungen im Bestandsnetz der Bundesstraßen“. Dabei werden Planken an unfallauffälligen Streckenabschnitten errichtet, an denen der kritische Abstand der Bäume zur Fahrbahn 4,50 Meter und weniger beträgt. Das ist in dem genannten Teilstück der Bundesstraße 493 der Fall.

„Wir wollen den Toten an den Bäumen Rechnung tragen“, erklärt Manuela Kapak-Wendt, Leiterin der für Bundes- und Landesstraßen zuständigen Straßenmeisterei Uelzen, im AZ-Gespräch. Schon an Bäumen mit geringem Umfang könnte der Aufprall bei Tempo 50 für den Autofahrer tödlich enden. „Der Baum ist wie eine Betonwand“, beschreibt es Manuela Kapak-Wendt plastisch.

Wie berichtet, war der Einbau der Schutzplanken zwischen Rätzlingen und Rosche vor drei Jahren auch auf Kritik gestoßen. Bürger hatten unter anderem das optische Erscheinungsbild der Metallplanken moniert. Zudem sei die Straße nach dem Einbau sogar gefährlicher geworden, da sie optisch deutlich enger wirke, hieß es damals.

„Natürlich sieht das nicht besonders schick aus“, gibt Manuela Kapak-Wendt zu. Doch der Sicherheitsaspekt – der Schutz vor Baumunfällen – stehe eindeutig im Vordergrund. Außerdem gebe es auf der genannten Strecke mehrere Abschnitte, in denen keine Bäume am Straßenrand stünden. Dort würden folglich keine Schutzplanken installiert, betont die Leiterin der Straßenmeisterei. „Und wir werden die Gelegenheit nutzen, hinter den neu angebrachten Schutzplanken einzelne Bäume zu pflanzen – voraussichtlich ab Ende April“, kündigt sie an.

Während des Einbaus der Planken ab dem kommenden Montag ist auf der B 493 mit Behinderungen zu rechnen. Der Verkehr wird mittels einer Ampel halbseitig vorbeigeführt. Nach Angaben der Landesstraßenbaubehörde werden die Arbeiten voraussichtlich bis Anfang April dauern. Witterungsbedingte Verzögerungen seien jedoch möglich. Die Baukosten belaufen sich auf rund 350 000 Euro und werden vom Bund getragen.

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