Abstrich beim Hausarzt

Corona-Testzentrum in Rosche wird noch im Juli in Ruhemodus versetzt

Das Roscher Corona-Testzentrum in den Räumen des DRK öffnete Mitte März.
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Das Roscher Corona-Testzentrum in den Räumen des DRK öffnete Mitte März.

Rosche/Hannover – Im Corona-Testzentrum in Rosche soll spätestens Ende des Monats die Arbeit eingestellt werden. Zuständig für die Untersuchungen und Abstriche sollen im Anschluss dann die niedergelassenen Hausärzte im Landkreis Uelzen sein.

Das berichtet Detlef Haffke, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN), auf Anfrage der AZ.

Anlass für den Aufbau der insgesamt 45 Testzentren in Niedersachsen sei gewesen, dass nicht ausreichend Schutzkleidung und Masken für alle Hausärzte zur Verfügung standen, erklärt Haffke. So sei das Risiko einer Ansteckung des Praxispersonals und damit eine etwaige Übertragung an weitere Patienten zu groß gewesen. Nun sei die Ausstattungssituation eine andere. Zudem seien die Infektionszahlen gesunken und die Anzahl der Tests auch nicht mehr vergleichbar mit den Mengen in der Hochphase.

„Wir hatten zuletzt in Rosche Tage ohne einen einzigen Test“, so Haffke. Maximal seien es noch zehn pro Tag gewesen. Verbunden mit gut ausgestatteten Arztpraxen sei ein Testzentrum nicht mehr zu rechtfertigen. In Stade und Celle wurde in den Testzentren bereits die Arbeit eingestellt, in Lüneburg und Eschede soll das am Wochenende passieren.

Wann genau das Testzentrum in Rosche abgeschlossen wird, wird sich voraussichtlich nächste Woche klären. Es soll aber nicht, wie Haffe sagt, gänzlich geschlossen, sondern vielmehr in einen Ruhemodus versetzt werden. Steigen die Corona-Fallzahlen wieder, kommt es zu der prognostizierten zweite Welle, soll das Testzentrum, das in Rosche in DRK-Räumen untergebracht ist, wieder in Betrieb genommen werden, um die Hausartzpraxen zu entlasten. VON NORMAN REUTER

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