Zwei Säle und eine Außenterrasse

Bürger stellen Entwurf für neues Dorfgemeinschaftshaus in Wellendorf vor

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Auf dieser Grünfläche am Ortseingang von Wellendorf (links), aus Uelzen kommend, könnte der Neubau errichtet werden. Hinten rechts das ehemalige Landhaus, das als Versammlungsstätte nicht mehr genutzt werden kann.

Wellendorf – Bislang ist es eine Grünfläche am Ortseingang, die mit Bäumen und Büschen bewachsen ist. Doch sollten sich die Pläne der Dorfgemeinschaft verwirklichen lassen, könnte in Wellendorf ein neues Dorfgemeinschaftshaus in Holzrahmenbauweise errichtet werden.

Das Ziel ist, eine Versammlungsstätte für örtliche Vereine und Verbände zu schaffen. Diese hatten sich bis vor einigen Jahren im Wellendorfer Landhaus getroffen, bis dieses von der Gemeinde Suhlendorf an einen Privatmann verkauft wurde (AZ berichtete).

Im Namen der Dorfgemeinschaft stellte Stefan Stresing das Vorhaben jetzt im Suhlendorfer Bau- und Umweltausschuss vor. „Wir haben keine Möglichkeit, die Räumlichkeiten im Landhaus zu nutzen“, bedauerte er. Als Standort für das neue Dorfgemeinschaftshaus schwebt den Projekt-Initiatoren eine gemeindeeigene Fläche direkt an der B 71 – neben einem Imbisslokal und schräg gegenüber vom Landhaus – vor. „Man müsste dort keinen Grunderwerb leisten, es wäre daher ein optimaler Standort“, schilderte Stresing.

Der zusammen mit einem Architekten erarbeitete Entwurf sieht einen L-förmigen Bau mit etwa 400 Quadratmetern Grundfläche und Pultdach vor. Geplant sind zwei Veranstaltungssäle, die jeweils 75 Quadratmeter groß sind und Platz für 40 Gäste bieten. „Für größere Feiern könnte man sie zusammenlegen und hätte dann einen Gemeinschaftssaal für 80 Leute“, erklärte Stresing. Zudem sind eine Bar, eine Küche zum Aufwärmen von Speisen, eine Garderobe, ein Vorratsraum, ein Stuhllager und Toiletten vorgesehen.

Das Konzept beinhaltet auch eine Freifläche mit überdachter Terrasse. „Dort könnte im Sommer gegrillt werden“, sagte Stresing. Die Parkplätze sollen hinter dem Haus entstehen. Zusätzlich sind Behinderten-Parkplätze vor dem Gebäude geplant.

Der Entwurf sei mit der Dorfgemeinschaft Wellendorf und Vertretern aus anderen Orten diskutiert worden, berichtete Stresing. „Es war die einhellige Meinung: Sie sind dafür.“ Die Gesamtkosten für den Neubau lassen sich derzeit nur schätzen. Laut Stresing würden sie sich auf etwa 825 000 Euro belaufen – nach Ansicht des Ausschusses eine hohe Summe.

Deshalb schlug Rainer Fabel (FDP) vor, zu prüfen, wie teuer ein Neubau an anderer Stelle in Wellendorf wäre. „Es ist keine andere Fläche vorhanden, auf der es baurechtlich möglich wäre, dieses Gebäude zu errichten“, antwortete Stresing. Die Auflagen, etwa für Schall-Emissionen, wären einfach zu hoch.

Theoretisch wäre das Vorhaben im Rahmen des Programms „Kleine Städte und Gemeinden“ zuschussfähig, sagte Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann und nannte 500 000 Euro als mögliche Maximalsumme. Ob aber tatsächlich Mittel fließen, sei ungewiss. Trotzdem stieß das Projekt im Ausschuss auf Zustimmung. „Der Standort ist ganz günstig gewählt“, meinte Bürgermeister Hans-Heinrich Weichsel. „Ich bin zuversichtlich, dass das funktionieren wird.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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