Landesamt für Landentwicklung übergibt schriftliche Zusage für Fördermittel / Erster Termin zur Planung durch Bevölkerung geplant

Bürger sind für Dorferneuerung ausdrücklich gefragt

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Suhlendorfs Bürgermeister mit Bauausschussvorsitzendem Wulf-Rüdiger Hahn, Gemeindedirektor Herbert Rätzmann sowie Annika Wangerin und Martina Kutzki vom LGLN bei einem ersten Abstimmungsgespräch.

Suhlendorf. Auf eine große und frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung pocht das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) bei der Dorferneuerung für Suhlendorf.

Das haben die Dezernatsleiterin Strukturförderung, Annika Wangerin, und ihre Sachbearbeiterin Martina Kutzki nun bei einem Termin mit Ratsmitgliedern klar gemacht. Dabei übergaben sie außerdem die schriftliche Zusage zu den Mitteln.

Für die Planung sei eine Bürgerversammlung unersetzlich. Aus ihr solle sich dann ein Arbeitskreis bilden. „Der Arbeitskreis soll ein Querschnitt aus der Bevölkerung sein“, sagte Kutzki.

Sie und Wangerin kamen mit einer Menge Vorbehalte. Zwar steht seit einem Monat fest, dass Suhlendorf als „Dorfregion“ mit den Orten Batensen, Güstau, Klein Ellenberg, Groß Ellenberg, Kölau, Nestau und Növenthien in das Programm aufgenommen wird. Aber das dafür vorgesehene Geld – EU-Mittel, die vom Land verteilt werden – ist noch nicht bewilligt. Jeden zweiten Satz zum weiteren Vorgehen ergänzte Kutzki deshalb mit „...unter Vorbehalt“.

Nach ersten Ermittlungen der Kosten und weiteren Absprachen komme dann die Beteiligung der Bürger. „Das ist der Reiz oder das Credo der Dorferneuerung, dass man es zusammen mit den Bürgern macht“, sagte Bürgermeister Hans-Heinrich Weichsel. Nicht allein der Rat solle das machen, „und das finde ich richtig gut“.

Das Dorferneuerungsprogramm fördert aus EU-Mitteln Vorhaben in den Dorfregionen, die, sehr grob gefasst, „zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität führen“, erklärte Wangerin bei dem Ortstermin in Suhlendorf. Bisher angedacht ist in Suhlendorf ein dorfgerechter, barrierefreier Umbau der historischen Dorfmitte, die Umsetzung eines naturnahen Regenwasserkonzeptes oder die Umnutzung des ehemaligen Rathauses. Konkrete Ideen werden allerdings – worauf LGLN und Weichsel nach wie vor pochen – von den Bürgern kommen. Ein erster Termin für eine Bürgerversammlung ist der 19. März.

Von Kai Hasse

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