Roscher Gemeinschaft sichert Weiterbetrieb des 61 Jahre alten Gebäudes

Roscher Bürger retten ihr altes Kühlhaus

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Gerhard Schulze hat die Federführung für den Erhalt des Roscher Kühlhauses übernommen. Er zeigt die hölzernen Kühlfächer im Vorfrostraum des 1954 errichteten Gebäudes.

bs Rosche. Es wurde 1954 gebaut und war noch bis vor wenigen Wochen in Betrieb: das alte Kühlhaus an der Bodenteicher Straße in Rosche. Aufgrund des Sanierungsbedarfs und der sinkenden Nachfrage sollte das Gebäude eigentlich zum 31. Oktober 2015 aufgegeben werden.

Das hatte die Kühlhaus-Gemeinschaft so beschlossen. Doch damit wollte sich eine etwa 15-köpfige Gruppe Roscher Bürger um Ortsbrandmeister Gerhard Schulze nicht abfinden. Sie setzte sich für den Erhalt des traditionsreichen Kühlhauses ein – mit Erfolg.

Nun wird das inzwischen vollständig leergeräumte Gebäude – es ist eines der letzten seiner Art in der Region – renoviert und vom harten Kern der Gemeinschaft betrieben. „Die Technik muss zum Teil erneuert werden, aber die Isolierung ist noch in Ordnung. Finanziell ist das alles machbar“, sagt Schulze. Er hätte es sehr bedauert, wenn das Kühlhaus nach so vielen Jahren der Nutzung abgeschaltet worden wäre. Denn der Bedarf im Ort ist vorhanden. Nun zahlt jedes Mitglied der Gemeinschaft einen einmaligen Beitrag von 200 Euro in die Kasse ein. „Davon lässt sich die Instandsetzung und der Betrieb im ersten Jahr finanzieren. Wie es danach weitergeht, müssen wir abwarten“, erklärt Schulze. Ende Januar, so seine Hoffnung, soll das Kühlhaus wieder in Betrieb gehen.

Ein Abriss wäre auch nicht zum Nulltarif möglich gewesen, betont Schulze. Laut Kostenvoranschlag hätte die Gemeinschaft dafür rund 4000 Euro zahlen müssen.

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