Fuchsjagd mit der Harrier-Meute in Suhlendorf: Gabriela Rosanska-Wacker ist neue Vereinsfähe

Beherzter Griff nach der Lunte

Beherzt hat sie nach der Lunte gegriffen: die neue Fähe Gabriela Rosanska-Wacker.

Suhlendorf. Großartiger hätten die äußeren Bedingungen am Samstagnachmittag bei der Fuchsjagd des Reit- und Fahrvereins (RFV) Suhlendorf kaum sein können: Herrliches Sonnenwetter, 34 Reiter am Start und eine beeindruckend große Zuschauerschar, die die Pferdekavalkade in Pkws und von Schlepperanhängern aus verfolgte.

Es war die insgesamt 62. Jagd seit der Vereinsgründung im Jahre 1922. Dieses Mal erneut ausgerichtet als Schleppjagd, bei der die Böhmer Harrier-Meute unter Master Thorsten Mönchmeyer mit seiner Equipage den Reitern den Weg über abgeerntete Felder und durch Waldgelände wies.

Doch bevor sich alle auf die rund 18 Kilometer lange und mit mehreren Hindernissen versehene Jagdstrecke begaben, hatten Verein und amtierende Vereinsfähe Emely Schulze Mitgliedern und Gästen im Festzelt auf dem Waldreitplatz zunächst ein zünftiges Frühstück kredenzt. Von dort erfolgte auch der Jagdaufbruch, den die Bläsergruppe vom Hegering XI Suhlendorf ebenso intonierte, wie alle weiteren Jagdsignale auch.

In drei Feldern schickte der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, Bernd Schulze, die Aktiven mit dem traditionellen Satteltrunk durch die herbstlich gefärbte Natur in Richtung Kölau und Güstau, Bockholt und Soltendieck. Immer der vorauseilenden Fähe und dem „Geläut“ der Meute folgend, die ihrerseits der künstlichen Fährte auf der Spur blieb.

Begleitet wurde die Jagd von der Feuerwehr Növenthien und der Rettungswache Hitzacker. Nach mehreren Schleppen gab’s einen ausgiebigen Stärkungsstopp, bevor auf dem Acker am Ortsrand von Kölau die neuen Füchse und Fähen ausgeritten wurden.

Auch wenn sich die Verfolgten dabei kurzzeitig in den „Bau“ retten konnten – am Ende wurden ihnen dennoch von mutig zupackenden Händen die Lunten vom roten Rock gerissen: Als neue Vereinsfähe 2011 wurde unter großem Beifall das Neumitglied Gabriela Rosanska-Wacker aus Kahlstorf geehrt. Gästefuchs wurde Michael Abeln vom Reit- und Fahrverein Ebstorf, Ponyfähe Laura Bockelmann vom Gastgeberverein.

Bei der Siegerehrung am lodernden Feuerkorb auf dem Reitplatzrund gab es dann zum Abschluss für die Harrier-Meute das wohlverdiente Curée – den Rinderpansen zur Belohnung – und für die Reiter einen Eichenbruch als Erinnerung an die Jagd.

Von Jochen Frenz

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