Schulstandort Stöcken: SPD beantragt Schließung / Eltern formulieren Positionspapier

„Wir drehen uns im Kreis“

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Die Eltern einiger Schüler, die die Außenstelle in Stöcken besuchen, wollen den Standort erhalten. Der Rat will nun einen endgültigen Beschluss fassen.

Rosche/Stöcken. Den Kampf um die Außenstelle in Stöcken haben einige Eltern aus der Umgebung des kleinen Ortes noch nicht aufgegeben.

Es steht zwar noch kein Datum für die Schließung des Standorts fest, aber es soll nach Empfehlung des Schulausschusses zum „frühestmöglichen Zeitpunkt“ geschlossen werden (Die AZ berichtete). Dieser Zeitpunkt tritt ein, wenn in der Roscher Schule genügend Raum zur Verfügung steht. Mit einem Antrag will die SPD diesen Beschluss nun politisch bekräftigen.

Thomas Hengartner, Hans-Jürgen Hinrichs, Sonja Jendrosch, Thorsten Kirschke, Uta Richter und Uta Rosenfeld haben gemeinsam ein Positionspapier zur Weiterführung des Grundschulbetriebs in Stöcken erarbeitet. Grund waren die Sitzung des Samtgemeindeausschusses, der am Donnerstag getagt hat, und die Ratsversammlung der Samtgemeinde am Donnerstag, 23. Januar, um 19.30 Uhr im Gasthaus Zur Wipperau in Süttorf. Die Verfechter der Außenstelle der Grundschule Rosche nehmen Stellung zum „Nutzen und Schaden eines Vorratsbeschlusses“. Eltern von Schulpflichtigen würden durch den Passus „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ verschreckt. Außerdem bekräftigt Uta Rosenfeld in dem Papier das, was sie schon bei der Sitzung des Schulausschusses sagte: Das Vorhandensein einer Schule verhindere Ab- und fördere die Zuwanderung.

Was jedoch die Organisationsfragen zum Stöckener Standort angeht, so hinterfragt sie die Aussagen der Schulleiterin Susanne Prehm und wirft ihr teilweise „Scheinargumente“ und „organisatorische Mängel“ bei der Teamarbeit der Lehrer und der Entlastung der Lehrkräfte vor.

Zwar sehen die Eltern in ihrem Schreiben ein, dass die „aktuelle Schulsituation nicht in jeder Hinsicht optimal ist“, aber sie machen organisatorische Defizite, eine fehlende systematische Schulplanung und eine „nicht nachvollziehbare Benachteiligung“ der Außenstelle dafür verantwortlich.

Jürgen Peter Hallier (SPD): „Wir drehen uns im Kreis.“ Es kämen keine neuen Sachargumente dazu. Wenn in jedem Jahr der Schulausschuss erneut tagt, so wie es bisher geplant war, dann „wird das Thema immer wieder neu aufgewärmt“.

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