Dorferneuerung schreitet voran

Bauarbeiten an Straßen und Kanälen: Ein frisches Gesicht für Növenthien

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Bauarbeiter pflastern zurzeit die Randbereiche der Straßen in Növenthien mit Betonsteinen. Zuvor wurden dort die Regenwasserkanäle erneuert.

Növenthien – Da liegen sie nun in Reih und Glied und schlängeln sich wie ein Lindwurm durch Növenthien. Graue Betonsteine säumen die Straßenränder des Ortes. Sie bilden die neue Gosse der Fahrbahn.

Es tut sich derzeit eine Menge in dem kleinen Ort am östlichen Rand des Landkreises: Die Dorferneuerung läuft auf Hochtouren. Im Januar haben die Arbeiten begonnen, bis zum Sommer soll alles fertig sein.

Auf einigen Abschnitten der Dorfstraßen ist die Gosse mit Regenwasser-Einläufen bereits fertig gepflastert. Sie dient nicht nur der Entwässerung, sondern kann auch überfahren werden und bietet somit Ausweichmöglichkeiten für Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge. An beiden Straßenrändern werden die Betonsteine in einer Breite von rund 1,50 Meter gesetzt.

Mit einem Radlader werden die Steine zur Baustelle transportiert. Rechts die bereits fertige Gosse, die überfahrbar ist und somit auch zum Ausweichen von Fahrzeuge dient.

Dazwischen ist eine drei Meter breite asphaltierte Fahrbahn geplant. „Die Straße soll dadurch schmaler wirken, damit dort langsamer gefahren wird“, erläutert Suhlendorfs Gemeindebürgermeister Hans-Heinrich Weichsel den erhofften Effekt der Fahrbahn-Verengung. Neben der Verkehrsberuhigung verspricht er sich auch leisere Abrollgeräusche der Reifen auf dem Asphalt.

Zum Auftakt der Bauarbeiten wurde die gesamte Regenwasserkanalisation im Ort erneuert. Kein Sanierungsbedarf bestand hingegen bei den Schmutzwasserkanälen. „Die waren noch in Ordnung, sie wurden ja erst Anfang der 90er-Jahre gebaut“, berichtet Weichsel.

Auch der Dorfplatz in Növenthien bekommt ein neues Gesicht. Bislang bestand er aus einer Art Rondell. Künftig wird dort eine T-Kreuzung geschaffen. „Wir wollen weniger befestigte Fläche und mehr Grünbereiche haben“, erklärt der Bürgermeister.

Außerdem wird dort ein sechseckiger Holzpavillon errichtet, der als Unterstand für die Bushaltestelle, aber auch als Treffpunkt für die Bürger dienen soll. Und noch einen weiteren Zweck soll das neue Häuschen erfüllen: „Es bekommt oben einen Rauchabzug, damit die Dorfgemeinschaft dort grillen kann“, schildert Weichsel.

Die Bauarbeiten bringen aber unweigerlich auch Einschränkungen für die Anwohner mit sich. Zeitweise sind ihre Grundstückszufahrten gesperrt. „Es kann sein, dass man mal einen Tag sein Auto dort nicht parken kann“, sagt Weichsel. Das seien aber nur vorübergehende Beeinträchtigungen. „Die Bauarbeiter versuchen, alles möglich zu machen.“

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung Növenthiens betragen laut Weichsel rund 1,4 Millionen Euro. Davon werden 73 Prozent aus Dorferneuerungsmitteln von öffentlicher Seite finanziert. Den Rest werden sich die Gemeinde Suhlendorf und die Anlieger teilen.

Planmäßig sollen die Arbeiten im Juli beendet sein, sagt Rosches Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann. „Das wird aber deutlich verkürzt sein“, glaubt er. Der Umbau sei nämlich schon weit fortgeschritten.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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