Handwerksmuseum Suhlendorf wird im Winter umgebaut / Kosten steigen auf 191 500 Euro

Barrierefrei bis zum 1. April 2017

  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
    schließen

Suhlendorf. Von Winter-ruhe wird in den kommenden Monaten im Handwerksmuseum Suhlendorf keine Spur sein. Der Museumsverein bereitet sich nämlich auf den barrierefreien Umbau des Geländes vor. „Zum Beginn der neuen Saison am 1.

April 2017 wollen wir mit allem fertig sein“, sagt Vereinsvorsitzender Christian Niemann. Die Ausschreibung sei für Anfang nächsten Jahres geplant, die Arbeiten sollen danach so schnell wie möglich starten.

Am Ausgang des Museumsgebäudes müssen Gäste bisher einen großen Höhenunterschied überwinden. Das gesamte Gelände wird aber in den nächsten Monaten barrierefrei umgebaut. Bis zum Saisonbeginn am 1. April 2017 soll alles fertig sein.

„Damit wollen wir unseren Besuchern den optimalen Zugang zu den Museumsgebäuden ermöglichen“, erklärt Niemann. Wie berichtet, wird ein serpentinenförmiger Rundweg geschaffen, mit dem der Höhenunterschied auf dem Areal, der mehr als sechs Meter beträgt, überwunden wird. Zudem werden Stufen vor den Gebäude-Eingängen entfernt. Auch eine behindertengerechte Toilette ist vorgesehen. Hinzu kommt ein Lift im Hauptgebäude, der zur Radio-Ausstellung im Tiefgeschoss führt.

Die voraussichtlichen Kosten für die Umgestaltung des Museumsgeländes haben sich inzwischen aber erhöht. Aus den im Sommer veranschlagten 156 000 Euro sind nach jetzigem Stand 191 500 Euro geworden. Davon würde der Museumsverein laut Niemann etwa 44 000 Euro übernehmen, die Gemeinde Suhlendorf rund 28 000 Euro. Die restlichen Kosten könnten mit EU-Fördermitteln aus dem Leader-Programm finanziert werden. „Wir hoffen, dass wir am Ende unter der veranschlagten Summe landen werden“, erklärt Niemann. Denn bei Ausschreibungen zum Jahresbeginn ließen sich häufig günstigere Preise erzielen.

Einen Beitrag zur Finanzierung des barrierefreien Umbaus leistet auch die Bürgerstiftung für den Landkreis Uelzen. Sie überreichte dem Museumsverein jetzt einen symbolischen Scheck über 2000 Euro, den Niemann dankend von drei Vorstandsmitgliedern der Stiftung – Landrat Dr. Heiko Blume, Sylvia Meyer und Andreas Richter – entgegennahm. „Das ist ein kleiner Baustein, aber auch kleine Bausteine sind wichtig“, sagte Blume mit Blick auf die Spendensumme. Damit wolle die Bürgerstiftung das ehrenamtliche Engagement des Vereins, der seit 2008 Träger des Handwerksmuseums ist, würdigen. „Das hier ist nicht nur ein Museum, sondern auch so etwas wie ein Dorfgemeinschaftshaus“, lobte der Landrat.

Niemann dankte allen Beteiligten, die sich bislang dafür eingesetzt haben, dass das Handwerksmuseum Leader-Mittel bekommen hat. Damit wurden bereits drei große Vorhaben auf dem Gelände realisiert: 2009 wurde das „Lüt Huus“ gebaut, 2011 folgte der „Bakstaven“ und 2013 wurde das Backhaus erweitert. Die Investitionssumme seit 2008, bestehend aus Leader-Zuschüssen, Eigenmitteln des Vereins und dem Anteil der Gemeinde, beträgt laut Niemann rund 300 000 Euro.

Von Bernd Schossadowski

Rubriklistenbild: © Archiv / Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare