Aufregung über Gas-Ballon in Grabau / Betreiber erwägt Verkleinerung

Ein Riesen-Ei hinterm Gartenzaun

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Blick von der Terrasse: Anwohner befürchten, dass der Gasspeicher ihnen die Sonne nimmt. Foto: privat

Grabau. Die Aufregung ist groß in Grabau, als vor einer Woche auf dem Gelände einer Biogasanlage ein 14 Meter hoher Gasbehälter in den Himmel wächst. Das hellgraue Riesen-Ei liegt ganze siebeneinhalb Meter hinter den Gartenzäunen einiger Anwohner am Dammneitzer Weg.

Sie befürchten, dass ihnen der Gasspeicher die Sonne nimmt. Der Betreiber, die Biogas Grabau GmbH und So. KG, die von fünf Landwirten betrieben wird, sucht nun nach einer Möglichkeit, den Anwohnern entgegenzukommen.

Das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg hat an dem Bau aus einem Fundament und zwei von Luft in Form gehaltenen Kunststofffolien nichts einzuwenden. Der Grenzabstand ist eingehalten, und es gibt keinen Bebauungsplan, der den Gasspeicher ausschließt, erklärt die stellvertretende Behördenleiterin Christina von Mirbach auf AZ-Nachfrage. Die Gemeinde hat ihr Einvernehmen erteilt.

Das Riesen-Ei kann insgesamt 3850 Kubikmeter Methan speichern. Es ist notwendig, damit die Biogasanlage zukünftig dann Strom produzieren kann, wenn er wirklich gebraucht wird. Einen anderen Platz gibt es auf dem Gelände nicht.

Geschäftsführer Friedrich Helmke sucht gestern im Gespräch mit der Herstellerfirma eine Lösung. Eine Möglichkeit: Ein Netz, das über den Ballon gespannt wird und ihn kleiner macht. „Wir wollen keinen Ärger mit den Anwohnern“, sagt der Suhlendorfer Landwirt. Seite 6

Von Gerhard Sternitzke

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